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Irene Forstner-Müller wurde Ende August von der Universität Wien erfolgreich habilitiert. In ihrer Habilitationsschrift befasste sie sich mit dem Thema »Eine altägyptische Metropole im Nildelta: Interne Struktur und Anbindung an innerägyptische und internationale Netzwerke der Zeit«.

Am Mittwoch, den 29. August 2018 fand im Institut für Ägyptologie das Habilitationskolloquium von Irene Forstner-Müller, Leiterin der ÖAI Zweigstelle in Kairo, statt. Dr. Forstner-Müller beschäftigte sich im Rahmen ihrer Habiltation mit dem Thema »Eine altägyptische Metropole im Nildelta: Interne Struktur und Anbindung an innerägyptische und internationale Netzwerke der Zeit«.

Die Zielsetzung der vorgelegten Arbeiten war die Untersuchung der Stadt Tell el-Dab'a (Avaris) in ihrer Gesamtheit hinsichtlich ihrer Infrastruktur, ihrer Achsen, internen und externen Verkehrswege sowie innerstädtischen Netzwerke. Die vorgelegten Resultate beruhen auf Surveys und archäologischen Grabungen und erlauben die ungefähre Lokalisierung der einzelnen funktionalen Einheiten (Wohnbezirke, Verwaltungszentren, Paläste, Friedhöfe und kultische Einrichtungen).

Ein Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf der Fragestellung der Entwicklung der Stadt im Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Diskontinuität. Insbesondere wurde die Fragestellung zur Struktur einer ägyptischen Stadt in ihrer unterschiedlichen Wertigkeit behandelt. Für die Beschreibung der komplexen Formen des Zusammenlebens im Rahmen soziologisch˗historischen Überlegungen in einer multikulturellen Gesellschaft wurde ein Erklärungsmodell entwickelt. Grundlegend war ein holistischer Ansatz zu Stadt und Landschaft. Dabei wurde untersucht, welche Auswirkungen menschliche und natürliche Einflüsse auf die Landschaft hatten und inwieweit sie diese veränderten.