EHRUNG DES ÖAI FÜR ARCHÄOLOGISCHE ARBEITEN IN AIGEIRA

Festveranstaltung im Archäologischen Museum von Aigion am 1. November 2019

Anlässlich des dreijährigen Forschungsprogramms im antiken Aigeira (Griechenland), das 2019 als Zusammenarbeit zwischen dem Antikendienstes in Achaia und der Zweigstelle Athen des ÖAI begonnen hat, fand am 1. November 2019 eine Festveranstaltung im Archäologischen Museum von Aigion statt.

Eingeladen hatte der Bürgermeister der Gemeinde Aigialeia neben zahlreichen hochrangigen Vertretern der nationalen und regionalen Politik Repräsentanten des griechischen Antikendienstes sowie der Zweigstelle des ÖAI. Einleitend stellte Frau Dr. Anastasia Koumousi als Leiterin des Antikendienstes Achaia die archäologischen Projekte der Region vor, gefolgt von Grußworten von Dr. Birgitta Eder, der Leiterin der Zweigstelle des ÖAI Athen. Vorträge von Dr. Walter Gauß, dem österreichischen Grabungsleiter in Aigeira, und der Kooperationspartnerin von griechischer Seite, Christina Katsarou, präsentierten einem Publikum von ca. 200 Leuten, die älteren und neueren archäologischen Forschungen in Aigeira, wo das das ÖAI seit 1915 mit kürzeren und längeren Unterbrechungen arbeitet.

Die Veranstaltung diente neben der Ehrung der archäologischen Institutionen auch der offiziellen Würdigung der zahlreichen Grundbesitzer, die ihre Liegenschaften für systematische Untersuchungen zur Verfügung gestellt hatten. Damit ermöglichten sie geophysikalische und archäologische Arbeiten im Rahmen des großen Stadtsurveys, der dieses Jahr in Aigeira als griechisch-österreichisches Projekt begonnen hat.

Die Leiterin der Ephorie Achaia, Dr. Koumousi, Dr. Birgitta Eder als Leiterin der Zweigstelle Athen des ÖAI und Dr. Georg Ladstätter als ehemaliger Leiter der Zweigstelle erhielten ebenso wie eine Reihe von Grundstücksbesitzern Auszeichnungen in Form einer Plakette, um den Beitrag zum kulturellen Erbe in der Region zu würdigen. Der Peripheriarch (Landeshauptmann) von Westgriechenland, Nektarios Farmakis, brachte die Botschaft des Abends auf den Punkt: „Natur und Geschichte. Das ist unser großer Reichtum. Auf der einen Seite müssen wir sie bewahren, auf der anderen Seite müssen wir sie fördern und in sie investieren.“