Das ÖAI wird 120!

Archäologische Grundlagenforschung im In- und Ausland seit 1898

Am 1. Oktober 1898 nahm das k.k. Österreichische Archäologische Institut in Wien seine wissenschaftliche Arbeit auf. Etwa eineinhalb Jahre zuvor hatte Kaiser Franz Josef I. mit seiner Unterschrift die Genehmigung zur Gründung des ÖAI erteilt, denn nach drei Jahren aufwendiger Grabung in Ephesos (seit 1895) waren die Verantwortlichen zur Erkenntnis gelangt, dass für die Abwicklung eines solchen langjährigen Grabungsprojektes ein eigenes Institut notwendig geworden war.
 

Zu dieser Zeit hatte das ÖAI die Aufgabe, alle Aktivitäten der Monarchie auf dem Gebiet der Klassischen Archäologie zu vereinen. Dazu gehörten wissenschaftliche Forschung (speziell Ausgrabungen im In- und Ausland sowie deren Publikation), die Administration der damals zu Österreich gehörigen Museen in Aquileia, Pula, Zadar und Split sowie die Vergabe von Auslandsstipendien.
 

Heute ist das eine Forschungseinrichtung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale Wien sowie in den Zweigstellen in Athen und Kairo sind verantwortlich für zahlreiche archäologische Projekte im In- und Ausland. Der bekannteste Forschungsplatz des ÖAI ist Ephesos an der Westküste der Türkei.