Rückblick auf die Jahresversammlung der GFE

In festlichem Rahmen fand auch heuer wieder die Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde von Ephesos (GFE) statt. Der Verein unterstützt seit 1972 die österreichischen Ausgrabungen in Ephesos.

Am 23. Oktober 2017 fand die Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde von Ephesos (GFE) statt, die auch in diesem Jahr im Haus der Industrie abgehalten wurde. Im Anschluss an die Generalversammlung des Vereins, zu der alle GFE-Mitglieder geladen waren, folgte die Festversammlung im Großen Festsaal.

Nach der Begrüßung der Festgäste durch den Präsidenten der Gesellschaft, Generaldirektor Ing. Wolfgang Hesoun, hielt Dr. Sabine Ladstätter, Grabungsleiterin von Ephesos und Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ihren Vortrag. Sie berichtete in diesem Jahr von den Forschungsergebnissen, die trotz der schwierigen Umstände, die durch die fehlende Grabungsgenehmigung für die Grabung Ephesos 2017 bestehen, von den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern des ÖAI erzielt wurden. Zum Abschluss ihres Vortrags präsentierte die ÖAI-Direktorin erstmals öffentlich einen neuen Film über die Tabernen an der Kuretenstraße, der im Rahmen des neuen GFE Projekts „Ephesos Digital“ entstand. Der Film enthält eine anschauliche 3-D-Rekonstruktion der Tabernen, ihrer Innenräume und Funde und wird in Kürze auch auf der ÖAI-Website online sein. In weiterer Folge wird er auch im Ephesos Museum in Wien zu sehen sein, das nach dem Umbau des Hauses der Geschichte im November 2018 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet wird.

Die diesjährige Festrede hielt Prof. Engelbert Winter von der Universität Münster. Er berichtete in seinem Vortrag über den Gott Juppiter Dolichenus, der sich durch das römische Militär bis in den Westen des Imperium Romanum verbreitete und auch am Limes in Österreich besonders stark verehrt wurde. Prof. Winter stellte die archäologischen Zeugnisse des Heiligtums des Gottes in dessen Heimatstadt Doliche vor, das nahe Gaziantep in der heutigen Osttürkei liegt.

Zum Ausklang des Abends lud Präsident Hesoun alle Gäste zum Buffet, um sich über das Gehörte in entspannter Atmosphäre austauschen zu können. Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Holzhausen Verlag stellten außerdem die aktuellen Publikationen des ÖAI vor, die über die beiden Verlage erworben werden können.