Mo, 11.04. – 12.04.2022

»Materiality of Earth«

Workshop, Wien (ÖAW)

»Materiality of Earth«

Die scheinbar bescheidene, aber reiche und vielseitige Ressource 'Erde' ist der natürliche Hintergrund unseres Lebens, mit dem sie eng verwoben ist. Darüber hinaus ist sie ein uraltes und echtes Beispiel für Nachhaltigkeit sowohl in der Architektur als auch im Kunsthandwerk.

Artefakte und Strukturen auf Lehmbasis sind seit langem Gegenstand interdisziplinärer Ansätze, die naturwissenschaftliche Methoden anwenden. Töpferwaren, nicht-keramische Artefakte auf Tonbasis, die im Haushalt, in der Metallurgie, in der Textilindustrie und in der Verwaltung verwendet wurden, sowie Lehm- und Ziegelarchitektur sind hinsichtlich ihrer chemischen, physikalischen, mineralogischen und optischen Eigenschaften weitgehend erforscht worden. Ziel dieser hochauflösenden Analysen ist es, Provenienz-, Technologie- und Erhaltungsfragen zu klären sowie die Nutzung des bebauten Raums und der Naturlandschaften zu rekonstruieren.

Die starre Kategorisierung der Fachgebiete hat jedoch häufig einen umfassenderen und theoretischen Diskurs zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern behindert, die sich letztlich mit demselben Material – Erde – befassen, das nur auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen Kontexten verwendet und verarbeitet wird.

Dieser Workshop zielt darauf ab, einen Multilog jenseits aller chronologischen Perioden, geografischen Gebiete und Arten von Artefakten zu etablieren. Der gemeinsame Nenner ist die Erde, die in ihren verschiedenen materiellen Eigenschaften und kulturellen Wahrnehmungen untersucht wird, insbesondere durch die Betrachtung der Verflechtung von Handwerk, Verwaltung sowie Alltags- und Lebensräumen.

Informationen

 

Termin
11.-12. April 2022

Ort
online via Zoom. Details folgen.

Veranstalter
ÖAW-ÖAI, Universität Innsbruck, Universität Florenz

Kontakt
Astrid Pircher