AKTEN DES SYMPOSIUMS »CONNECTIVITY AND LOCALISM«

Die in Vorbereitung befindlichen Akten des Ende 2018 abgehaltenen Symposiums »Connectivity and Localism. Architecture, Urban Planning and Social Interaction in Greek Archaic Communities of the Northern Peloponnese, Southern Italy and Sicily« befassen sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Städtebau und Architektur der archaischen Zeit in der nördlichen Peloponnes, Unteritalien und Sizilien.

Die Beiträge des Bandes präsentieren neue Erkenntnisse der archäologischen Bau- und Stadtbauforschung zu ausgewählten Monumenten und Fundstellen der genannten Regionen, die durch die Gründungen von apoikiai seit dem 8. und 7. Jh. v. Chr. historisch und kulturell eng miteinander verknüpft waren. Im Fokus steht der Vergleich dieser Kulturlandschaften hinsichtlich Charakter und Geschwindigkeit der tiefgreifenden sozialen und historischen Veränderungsprozesse der archaischen Zeit, die vor allem in der Städteplanung, Architektur und Kunstgeschichte sichtbar werden. Aus dieser multilateralen Perspektive heraus fragen die Beiträge danach, welche Wirkungszusammenhänge zwischen Konnektivität und Lokalismus diese Veränderungs- und Innovationsprozesse beeinflussen und prägen konnten. Vor dem Hintergrund aktueller Diskurse zu transmediterranen Verbindungen antiker Gemeinschaften werden die zur Diskussion gebrachten materiellen Hinterlassenschaften ebenso wie die dahinterstehenden Akteure sowohl in ihren lokalen Zusammenhängen (»localism«) als auch im Rahmen größerer Transaktionswelten (»connectivity«) kritisch beleuchtet.

Zu den Fragen nach den Umständen und Zentren des Aufkommens monumentaler Architektur, nach der Entwicklung rational geplanter Städte und nach dem kontrovers diskutierten Phänomen ihrer Fortifikation treten auch die grundlegenden Überlegungen nach den Umständen der Herausbildung einer hellenischen Identität und spezifischer lokaler Identitäten. Durch die gemeinsame Vorlage neuer Erkenntnisse und Befunde aus den Schwerpunktregionen, die im Symposium behandelt wurden, sollen neue Perspektiven auf das Aufblühen der griechischen Polis zwischen dem 8. und 6. Jh. v. Chr. gewonnen werden. Diese Publikation soll den Diskurs über die prägenden Veränderungen der archaischen Zeit wesentlich bereichern.