AG »Formation und Transformation kultureller Identitäten in der frühen Ägäis«

Frühe staatliche Strukturen, Schriftlichkeit und eine reiche Bilderwelt, weiträumige Kulturkontakte in den Vorderen Orient und in das westliche Mittelmeer prägen maßgeblich die verschiedenen kulturellen Räume der Ägäis des 3.–1. Jtsds. v. Chr. Kontinuität und Diskontinuität bestimmen hier gleichermaßen den unterschiedlichen Charakter und den dynamischen Wandel kultureller Identitäten über einen langen Zeitraum.

Die Arbeitsgruppe widmet sich der epochenübergreifenden Betrachtung des ägäischen Raums mit seinen vielen kulturellen Identitäten und ihrer diachronen Veränderung. Die Grenzen zwischen Bronze- und Eisenzeit, die durch die künstliche Trennung der Forschungstraditionen zur ägäischen Bronze- und Eisenzeit begründet sind, werden bewusst überschritten. Im Rahmen der Projekte sollen kulturelle Kontinuitäten thematisiert, Traditionsstränge im Verhältnis zu korrespondierenden Brüchen herausgearbeitet und in die jeweiligen politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen eingeordnet werden. Es geht aber nicht nur um den Wandel kultureller Identitäten, sondern auch darum, den Charakter der Identitäten in ihrer kulturellen Prägung zu fassen.

 

Leitung: Birgitta Eder