Reiterdarstellungen begegnen uns in der Antike in unterschiedlichen profanen, sakralen oder sepulkralen Zusammenhängen. Ikonografie und Symbolik weisen dabei häufig auf Traditionen hin, deren Bedeutung erst durch das Studium unterschiedlicher, geografisch und chronologisch weit gefächerter Denkmalgattungen deutlich wird.

Im Rahmen einer auf altertumskundlichen und archäologischen Quellen basierenden Studie sollen anhand paradigmatischer Einzelforschungen Bildtraditionen und Bedeutungskontexte von Reiterdarstellungen näher untersucht und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Der zeitliche Rahmen wird von der griechischen Antike bis in die spätantik-frühchristliche Zeit reichen.

Eine erste Teilstudie stellt die bildlichen Darstellungen der sog. Donaureiter in den Mittelpunkt. Es handelt sich um Votive eines synkretistischen Kultes, dessen Schwerpunkt in den mittleren und unteren Donauprovinzen liegt.