SAMMLUNGEN

Das ÖAI verfügt über umfangreiche Sammlungen, die auch für externe Forschende nach Vereinbarung mit den zuständigen Referentinnen und Referenten zugänglich sind.

 

Archäometrische Sammlung


Für Vergleichsstudien, aber auch für die Anwendung naturwissenschaftlicher Analyseverfahren wurde eine Sammlung von antiken Keramikfragmenten, Glas sowie Rohstoff- und Gesteinsproben aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt im östlichen Mittelmeerraum und den Alpenprovinzen, der zeitliche Rahmen erstreckt sich vom anatolischen Neolithikum bis in die Neuzeit. Einzigartig ist die Sammlung von Ton und Keramik aus Ephesos, wo in Rohstoffsurveys die gesamte Region beprobt und zudem Referenzmaterial von unterschiedlichen Grabungsplätzen genommen wurde. In eigens dafür ausgestatteten Labors können die Materialien studiert werden, zudem gibt es Zugang zu den einschlägigen Datenbanken.

 

Tierknochensammlung


Die von der Veterinärmedizinischen Universität übernommene Sammlung enthält sowohl Originalmaterial als auch Repliken, die für die Bestimmung von Tierknochen unerlässlich sind. Darüber hinaus sind am ÖAI sämtliche exportierte Tierknochen von Grabungen im Mittelmeerraum archiviert. Für Bearbeitungszwecke lagert Material aus österreichischen Grabungen in dafür ausgestatteten Arbeitsräumen.

 

Botanische Sammlung


Ein Kernstück jedes archäobotanischen Labors ist die Referenzsammlung moderner Pflanzenteile. Entstanden aus engen Kooperationen und Tauschabkommen mit den Universitäten Innsbruck, Wien, Hohenheim, der BOKU Wien und der KU Leuven blickt die jetzt am ÖAI befindliche Referenzsammlung auf eine Entstehungsgeschichte von etwa 15 Jahren zurück. Das Gros der Sammlung machen knapp 3.000 Belege von Samen und Früchten aus, die vor allem von mitteleuropäischen und mediterranen Pflanzen stammen. Diese werden durch Spezialsammlungen von Hölzern (etwa 200 Belege) und Moosen (etwa 100 Akzessionen) ergänzt. Ein im Aufbau begriffener weiterer Schwerpunkt ist die Archivierung archäobotanischer Reste aus Grabungen im In- und Ausland.