ARCHIVE UND BILDDATENBANK

In den Archiven des ÖAI sind Dokumente zu Geschichte und Forschungen des Instituts verwahrt. Es sind wissenschaftlich orientierte Archive, die Fotos, Pläne, Zeichnungen, Schriftgut und Abklatsche von Inschriften enthalten. Die Archive stehen auch für externe Anfragen zur Verfügung.

Die Archive gliedern sich in die fünf Bereiche:

  • Dokumentationsarchiv: Schriftgut wie Akten, Korrespondenzen, Tagebücher, Nachlässe
  • Bildarchiv: Fotos, Dias, Glasplatten
  • Planarchiv: Pläne, Karten, Rekonstruktionen, Grafiken, Grabungs- und Fundaufnahmen
  • Epigrafisches Archiv: Abklatschsammlung und Skizzenbücher von Inschriften
  • Bilddatenbank: digital erfasste Archivalien (Bilder und Pläne)

Dokumentationsarchiv


Das hier aufbewahrte Material stammt großenteils aus der Forschungs- und Verwaltungstätigkeit des Instituts und ist nach folgenden Kriterien geordnet:

  • Verwaltungsmaterial, das vor allem Informationen zur Geschichte des Instituts, seiner Zweigstellen und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enthält.
  • Wissenschaftliches Material, das vor allem aus der Grabungstätigkeit des ÖAI kommt und nach topografischen Gesichtspunkten geordnet ist: Inland (alphabetisch nach Bundesländern und Orten; Schwerpunkt: Carnuntum) und Ausland (Schwerpunkt: Ephesos).
  • Nachlässe ehemaliger Direktoren und wissenschaftlicher Bediensteter, die nach Möglichkeit als solche geschlossen erhalten bleiben. Folgende Nachlässe (bzw. Teilnachlässe) sind u. a. erhalten: Fritz Eichler, Rudolf Egger, Franz Miltner, Camillo Praschniker, Emil Reisch, Hermann Vetters, Otto Walter.

Bildarchiv


Das im Bildarchiv aufbewahrte Material umfasst vor allem die fotografische Dokumentation der ÖAI-Grabungen von der Institutsgründung bis in die Gegenwart.

Unter dem Negativbestand sind die etwa 10.000 Glasplattennegative hervorzuheben, die Aufnahmen vom Beginn der Grabungen in Ephesos bis in die 50er Jahre des 20. Jhs. beinhalten. Derzeit wird die Lagerung dieses wertvollen historischen Bildbestands umgestellt. Ziel ist die weitestgehende Schonung der Originale. Die Platten werden entsprechend modernen archivarischen Gesichtspunkten in Klappumschläge umgepackt und in speziellen Archivschachteln aufbewahrt. Während dieses Arbeitsprozesses werden die Bilder auch digital erfasst.

Der Bestand an Negativfilmen verschiedener Formate (ca. 108.000 Aufnahmen, vor allem Schwarz-Weiß) von den 50er bis in die 90er Jahre des 20. Jhs. zeigt hauptsächlich Grabungsaufnahmen und die Dokumentation der verschiedenen Fundgattungen.

Die Diathek (Gesamtbestand ca. 130.000 Dias) bietet neben allgemeinen Aufnahmen von Grabungsstätten des Instituts auch Bildmaterial, das im Zuge von Forschungsreisen der Institutsangehörigen entstanden ist. Hinzu kommen Detailaufnahmen sowie die Grabungsdokumentation von ÖAI-Forschungsprojekten.

2009/2010 konnte der gesamte Diabestand des Instituts digitalisiert werden. Das Einspielen der Datensätze in die Bilddatenbank und eine Verschlagwortung ist derzeit in Arbeit.

Epigrafisches Archiv


Das ÖAI beherbergt ein epigrafisches Archiv mit etwa 5.000 Abklatschen (Papier und Latex). Der Großteil (rund 4.000 Exemplare) entfällt auf die ephesischen Inschriften, aber auch solche anderer Ausgrabungen und Forschungsreisen des ÖAI sind vorhanden. Von den Inschriften aus Ephesos liegen auch Skizzenbücher vor. Eine Benutzung des Archivs ist auf Anfrage möglich.

Planarchiv


Das Planarchiv umfasst rund 10.000 zeichnerische Dokumentationen von Grabungen, Übersichtspläne, Karten, Rekonstruktionszeichnungen, Aufnahmen von Architekturfragmenten, geodätische Unterlagen u. v. m. in Bleistiftoriginalen, Tuscheumzeichnungen, Kopien oder in digitaler Form. Die Pläne stammen von Grabungen des ÖAI seit dem ausgehenden 19. Jh. bis heute, aus diversen Provinzen des Römischen Reiches, aus Österreich, vom Balkan, aus Griechenland und im überwiegenden Maße aus Ephesos. Unter den ältesten Beständen finden sich dokumentarisch und künstlerisch wertvolle Aquarelle mit Landschaftsdarstellungen und Tuschezeichnungen diverser Bauwerke (vor allem von Carl Humann, George Niemann, Wilhelm Wilberg).

Ein Bereich des Planarchivs (Lykienarchiv) enthält die Forschungen zur Grabung Limyra.

Die Pläne sind nach Format (A4–A0) geordnet und jeweils in Rollen, säurefreien Kartonmappen und teils handgefertigten Hüllen aus Spezialfolie archiviert und in Metallkästen gelagert.

2014–2016 konnte der gesamte Planbestand gescannt, in die Bilddatenbank eingespielt und großteils verschlagwortet werden. 23.131 Pläne sind bereits abrufbar, demnächst werden rund 25.000 Pläne digital und zentral archiviert sein. Einsicht in das Planarchiv ist vor Ort über die Bilddatenbank möglich.

Bilddatenbank


Seit 2002 wird am ÖAI ein digitales Bildarchiv auf Basis der Software Easy DB der Firma programmfabrik aufgebaut. Ziel ist neben der Bestandssicherung, das jährlich anfallende digitale Bildmaterial aller laufenden Projekte effizient zu verwalten und die Benutzung in Forschung, Lehre, Drucklegung und Öffentlichkeitsarbeit zu vereinfachen. Bisher wurden rund 295.000 Bilder (Stand August 2017) vollständig verschlagwortet in der Datenbank erfasst, zudem sind 23.131 Pläne abrufbar. Eine Benutzung der Bilddatenbank ist auf Anfrage, aber nur vor Ort möglich.

Abbildungen von Archivmaterial in Publikationen


Materialien (Fotos, Diapositive, Negative, Scans, schriftliches Material), für welches die Urheber- und Verwertungsrechte beim ÖAI liegen und für die keine sonstigen Einschränkungen bestehen, können für Publikationszwecke zur Verfügung gestellt werden. Das ÖAI verrechnet nur bei nichtwissenschaftlichen Publikationen Reproduktionsgebühren, sonst nur eventuelle Herstellungskosten.