Datenaufbereitung Nassen Deposition in Österreich

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Anne Kasper-Giebl

Laufzeit: Beginn Sommer 2022

Hintergrund

Das österreichische Messnetz zur Erfassung des Stoffeintrags durch nasse Deposition entwickelte sich in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit bewirkte der ‚Saure Regen‘ und die damit verbundene Auswirkungen auf das Ökosystem zu nachhaltigen Veränderungen in der Gesellschaft und zu einer Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik. Aufgrund von Maßnahmen zur Luftreinhaltung konnte die Acidität des Niederschlags weltweit in vielen Gebieten reduziert werden. Auch die Erholung der Ökosysteme schreitet voran, wobei hier zu erwähnen ist, dass viel längere Zeiträume für eine Erholung nötig sind.
Die Abnahme der Acidität des Niederschlags ist in erster Linie auf die Reduktion der Emissionen von Schwefeldioxid zurückzuführen. Damit verbunden haben die Konzentrationswerte von Sulfat im Niederschlag abgenommen. Viel geringer sind die Veränderungen für die Konzentrationswerte der Stickstoffverbindungen, hauptsächlich Nitrat und Ammonium. Entsprechend hat sich die Aufmerksamkeit zum Stickstoffeintrag und damit verbunden der Eutrophierung verschoben. Das Österreichische Messnetz zur Nassen Deposition, das von den einzelnen Fachabteilungen der Bundesländer betrieben wird, dokumentiert hier nach wie vor die Einträge und stellt damit die Basis für weiterführende Untersuchungen dar. Ergänzend ist festzuhalten, dass der Stoffeintrag nicht nur durch die Nasse Deposition (Niederschlag in der Form von Regen oder Schnee), sondern auch durch Trockene Deposition und Nebel erfolgt. 

Ziel

Das Kleinprojekt 'Nassen Deposition in Österreich - Darstellung der Zeitreihe seit 1984' ermöglicht eine zusammenfassende Auswertung der Messergebnisse, die in den vergangenen 36 Jahren in Österreich erfasst wurden. Der Schwerpunkt liegt bei den Bundesländern Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol, da dort die längsten Zeitreihen gemessen wurden. Das Kleinprojekt ermöglicht es die Daten der Jahresberichte, die regelmäßig im Auftrag der Bundesländer erstellt werden, zusammenzuführen und die Zeitreihen für eine wissenschaftliche Publikation aufzubereiten.