TA18-Konferenz: der Blick in den Spiegel

Meinungen basieren auf Fakten und Werten. Auch in der wissenschaftlichen Arbeit dienen sie als Basis, Empfehlungen auszusprechen – gerade dann, wenn neue Technologien die Gesellschaft verändern. Dieses Jahr wird diese Basis genauer unter die Lupe genommen.

Negative Folgen zu vermeiden und positive zu fördern ist das Ziel der Technikfolgenabschätzung (TA). Aber was sind positive und negative Folgen, und für wen? Nach welchen Kriterien soll TA das beurteilen? Welche Normen gelten hier? Und kann TA dabei neutral bleiben?

„Was auf den ersten Blick als selbstverständlich oder nicht weiter diskussionsbedürftig erscheint, ist in der Praxis oft ein Minenfeld“, sagt Helge Torgersen, Molekularbiologe der seit 1990 am ITA forscht und die TA18 koordiniert. „Die TA18 soll hier ein wenig Klarheit schaffen, indem das schwierige Thema Normativität und TA aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird.“

Als Keynotes Speaker konnten zwei hochrangige Experten gewonnen werden: Pierre Delvenne vom Department für Politikwissenschaften der Universität Lüttich und Regine Kollek vom Center for Bio-Governance der Universität Hamburg.

Die TA18 Konferenz findet diese Jahr am 11. Juni abermals im Hauptgebäude der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

Infos zur TA18

Helge Torgersen

01.02.2018
Von: Thomas Bayer

Voller Saal bei der Keynote der TA17 (Foto: Peissl, ITA)