Mehlwürmer, Zuckerschock und Gespräche

Werden wir in Zukunft Insekten essen? Wie viel Salz und Zucker verstecken sich in Ketchup? All dies und mehr diskutierten Jung und Alt am ITA-Stand bei der European Researchers' Night 2019.

Die European Researchers‘ Night ging am 27. September um Mitternacht zu Ende, 5.100 junge und alte BesucherInnen nahmen diesmal am Event auf der Universität für Angewandte Kunst teil. Auf die Frage, wie sie sich das Essen der Zukunft vorstellen, antworteten die jüngeren BesucherInnen mit „lecker“.

Die älteren TeilnehmerInnen konnten mit neun ITA-ExpertInnen Fragen und Gespräche zum Thema Ernährung führen. Was können wir tun, um Lebensmittel fairer zu verteilen? Wollen wir unser Obst lieber lokal anbauen lassen, oder billig von Übersee kaufen? Was wissen wir überhaupt über unser Essen?

Ob Urban Gardening, Drohnen in der Landwirtschaft oder Lebensmittelverschwendung – das Thema „Future Food“ des Instituts für Technikfolgenabschätzung (ITA) der ÖAW fand beim Publikum regen Anklang. Auch über den Klimawandel und darüber, wie er unser Ernährungsverhalten verändern könnte, wurde diskutiert. Passend dazu konnte man gleich einmal einen gebratenen Mehlwurm oder Heuschrecken mit Tomatengeschmack probieren.

Insgesamt beteiligten sich mehr als 240 WissenschaftlerInnen an 17 Workshopformaten, dem ORF Media-Talk, einem Bildungskongress und mehr als 60 wissenschaftlichen Stationen, sowie dem Bühnenprogramm.

Links:

European Researchers' Night

News: "Das Essen der Zukunft"

08.10.2019
Von: Denise Riedlinger

Insekten als Nahrung der Zukunft? Etwas muss sich ändern, denn: Laut der EU-Initiative "Food2030" sind derzeit 2 Milliarden Menschen übergewichtig. 800 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen. Ein Drittel aller Nahrungsmittel, die weltweit produziert werden, werden weggeschmissen. (Foto: PRIA/Simon Kupferschmied)