Schöne neue Arbeitswelt?

Die digitale Revolution erfasst auch den Arbeitsmarkt und wird ihn fundamental verändern. Steigert das den Lebensstandard oder gehen dadurch Arbeitsplätze verloren? Die Chancen und Risiken der Digitalisierung von Arbeit stehen im Fokus der ITA-Jahreskonferenz.

Welche Auswirkungen haben Big Data, Roboter und Künstliche Intelligenz auf das künftige Arbeitsleben? Werden wir Menschen durch vollautomatische und vernetzte Maschinen ersetzt, die unsere Aufgaben schneller, präziser und billiger ausführen können?

Mensch-Maschine-Interaktion

Wer assistiert wem? Menschen steuern Maschinen, die zunehmend Aufgaben des Alltags übernehmen. Mit den automatisierten Förder- und Produktionsmaschinen beginnen wir gerade zu kommunizieren. Im täglichen Leben lernen uns Mobiltelefone gerade ebenso zu verstehen, wie Assistenzsysteme in der Altenpflege und Krankenbetreuung. „Automatisierung ist nicht neu, sie stößt nur in völlig neue Lebensbereich vor. Sie greift schneller und tiefer in jene Bereiche ein, die vornehmlich von und für Menschen bestimmt waren“, sagt Tanja Sinozic vom ITA. Bei Problemen stößt man jedoch schnell auf Grenzen; darüber sprechen funktioniert mit Maschinen nur sehr eingeschränkt. „In solchen Fällen führt Automatisierung schnell zu weniger Macht, Kontrolle und Selbstbestimmung“, so Sinozic.

TA17 – Konferenz

Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) beleuchtet diese Aspekte und Fragen bei der Konferenz „Neue Arbeitswelt und Digitalisierung – Welche Folgen haben neue Organisationsformen und Technologien?“ am 19. Juni 2017 aus einer fächerübergreifenden Perspektive. Dabei werden unter anderem Ansätze aus der Arbeitsphilosophie berücksichtigt als auch neue Lebensmodelle, die Mensch-Maschine-Beziehung, die Anforderungen an künftige Bildungsangebote sowie Vertrauen, Überwachung und Diskriminierung in Zeiten von Big Data diskutiert.

Expert/innen aus dem In- und Ausland analysieren, welche Rahmenbedingungen wir schaffen müssen, um den technischen Fortschritt im Sinne sozialer Gerechtigkeit zu nutzen. Unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Studien und Erkenntnisse werden dabei Vorschläge präsentiert, wie wir den neuen Realitäten der Arbeitswelt begegnen und unsere Zukunft gestalten wollen.

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12.06.2017
Von: Thomas Bayer

Maschinen-Arbeit einst und heute (Bild: ITA/CC0)