Technikfolgenabschätzung und Normativität – TAN

Technik hat immer Folgen, nur wie werden sie bestimmt?

Negative Folgen zu vermeiden und positive zu fördern ist seit jeher Ziel der Technikfolgenabschätzung. Aber was sind positive und negative Folgen, und für wen?

Wie stellt man das fest, aufgrund welcher Kriterien? Und wie geht TA mit normativen Ansprüchen von AuftraggeberInnen und AdressatInnen um, ohne dabei ihre Neutralität zu gefährden? Schließlich erhebt sich die Frage, in welchem normativen Rahmen sich TA selber bewegt. Immerhin gab und gibt es ja etliche normative Konzepte, die für die TA wichtig sind, wie etwa Gemeinwohl, Sozialverträglichkeit, Nachhaltigkeit oder – jüngst – Responsible Research and Innovation (RRI).

Möglich wäre auch, dass TA von gesellschaftlichen Normen beeinflusst wird, die als selbstverständlich gelten, von institutionellen Normen oder auch von persönlichen Werthaltungen der MitarbeiterInnen. TAN soll anhand von konkreten Fallstudien den Umgang mit inhärenten und von außen eingeforderten Normen in der TA beleuchten, wobei auch ein Blick auf die Praxis in anderen TA-Institutionen geworfen werden soll. Ziel ist ein reflektierterer Umgang mit normativen Anforderungen und Ansprüchen in der TA.

Gut oder schlecht? Technik hat immer Folgen; nur wie werden sie bestimmt? (Foto: CC0/ITA)