Shopping Um(die)Welt

Konsum und Nachhaltigkeit aus der Sicht von Jugendlichen

Im Rahmen des Projektes Shopping Um(die)Welt diskutierten bei einem Event am 10. Oktober 2015 rund 90 Jugendliche über Aspekte von Konsum und Nachhaltigkeit. Dabei wurden Themen wie der zunehmende Online-Handel,  der Einsatz von Konfliktmaterialien oder die Lebensdauer von Produkten, aber auch Maßnahmen zur Förderung von sozial fairem und umweltvertäglichem Konsum diskutiert.

Ziel des Projektes war es, mögliche Handlungsoptionen für die Gesellschaft und die Politik aus der Sicht von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren zu untersuchen.

Junge Menschen wachsen heute in einer stark von Konsum geprägten Gesellschaft auf. Die vorgelebte Konsumkultur beeinflusst die zukünftige Ausprägung ihres eigenen Konsumverhaltens maßgeblich. Der Alltag ist geprägt von Konsumaufforderungen (Werbung), zudem rücken Jugendliche zusehends in den Fokus der werbetreibenden Industrie mit dem Ziel, bereits früh eine enge Markenbindung zu erzielen. Konsumpolitik ist also für die Gruppe der 16 bis 18-Jährigen durchaus bereits ein relevantes Thema. Sie sollte sich daher an den Anforderungen und Möglichkeiten junger Menschen orientieren.

Gerechtigkeit zwischen Generationen

Gegenwärtig getroffene konsumpolitische Entscheidungen und Maßnahmen beeinflussen die zukünftige Lebenswelt von heute jungen BürgerInnen. In der Nachhaltigkeitsliteratur spricht man von intergenerativer Gerechtigkeit. Durch die Einbeziehung der Ansichten und Meinungen dieser Gruppe in den nationalen Nachhaltigkeitsdiskurs kann somit ein wertvoller Beitrag für politische EntscheidungsträgerInnen generiert werden.

Die Ergebnisse des Jugendforums wurden persönlich von VertreterInnen des Jugendforums am 18. November 2015 an BM Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft  und an das Parlament übermittelt. Zusätzlich waren sie von 13. bis 18. Oktober im Rahmen der Ausstellung „Klimesch – das Geschäft mit den Dingen“ im Volkskundemuseum zu sehen.

 

 

Das Projekt Shopping Um(die)Welt wurde im Auftrag des BMLFUW vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und vom Büro PlanSinn im Rahmen der Initiative „Bewusst Kaufen“ des BMLFUW durchgeführt.

Laufzeit
05/2015 - 12/2015
Kontaktpersonen
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