Zuhause in der Zwischenlösung

Unter dem Begriff "Pop-Up Housing" erforscht das ITA im Auftrag des WWTF nachhaltige und schnell zu errichtende Wohneinheiten für Menschen, die für eine kurze Dauer untergebracht werden sollen.

Die einfache Metalltreppe führt hinauf in die zweite Ebene, wo der schnell aufgestellte Container, der früher nur auf Baustellen zu sehen war, aufgestellt wurde. Durch die überschaubare Größe der Einheiten wurde der Innenraum auf das Wesentliche reduziert. Pop-Up-Lösungen sind vielseitig einsetzbar, können zurückgebaut, vergrößert und beliebig oft wiederverwendet werden. Vor allem sind sie nachhaltig und Ressourcen-schonend, und genau das ist das Ziel.

Für Studierende, die nur wenige Wochen oder Monate in der Nähe ihrer neuen Ausbildungsstätte verbringen wollen, wurde das einfache Zuhause errichtet. Für Flüchtlinge beispielsweise sind die Einheiten schnell auf- und wieder abgebaut. Auch für Menschen, die aufgrund eines sintflutartigen Hochwassers ihr zu Hause verlassen mussten, gewähren temporäre Wohnformen eine schnelle Notunterkunft.

Container und Wohnzelte haben sich in der Praxis bereits mehrfach bewähren können. Ein Schwerpunkt des Projektes wird es sein, mit neuen Formen zur Errichtung temporärer Wohneinheiten zu experimentieren.

Wie das Zusammenleben in so einer „Zwischenlösung“ funktionieren kann, soll im neuen Projekt des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds – WWTF ausgiebig getestet werden. Hierfür werden sechs Modelle für unterschiedliche Anwendungsbereiche entworfen. Aufgabe des ITA-Teams wird es hierbei sein, sich mit neuen Formen der Interaktion, der Integration und des Lernens in solchen neuen Wohnumgebungen auseinander zu setzen.

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Projekt Pop-Up Housing

16.05.2018
Von: Thomas Bayer

Pop-Up Housing-Konzepte gesucht. Sehen sie künftig so aus? (Foto: Steven Wei, unsplash)