Leben 2050-Workshop

Wie wollen wir im Jahr 2050 wohnen, wie soll das Bildungssystem aussehen? 50 WienerInnen entwickelten dazu gemeinsam Visionen und Ideen.

Am 6. Und 7. September waren das Französisches Institut und das Technische Museum Schauplätze für ein Treffen der besonderen Art: Zum Start des Projekts „Leben 2050 - Autonomes Leben in Wien“ fanden sich 50 WienerInnen zusammen, um ihre ganz persönlichen Visionen für die Zukunft zu formulieren. Ziel ist, die Ideen der BürgerInnen für mehr Unabhängigkeit im Alter zu erfassen.

Soziale Themen im Vordergrund

Wie wollen wir im Jahr 2050 wohnen, wie soll das Bildungssystem aussehen? Was wird es an zusätzlichen Berufsgruppen geben? Diese und andere Fragen haben die TeilnehmerInnen aller Altersstufen beim vom ITA mit organisierten Workshop Leben 2050 diskutiert. Die Ergebnisse des Workshops bilden die Basis für Empfehlungen für die Forschung und werden an die Stadt weiter gegeben.

„Wir wollen die BürgerInnen bei Entscheidungen um ihre eigene Zukunft integrieren. Wir können nur dann sinnvoll forschen, wenn wir die Wünsche und Ängste der Menschen bereits vor der Entwicklung neuer Technologien in den Entwicklungsprozess einbinden“, betont die Zukunftsforscherin und Projektleiterin am ITA, Mahshid Sotoudeh.

Die TeilnehmerInnen ließen sich auch durch die am Technischen Museum laufende Ausstellung „Alltag – Eine Gebrauchsanweiseung“ inspirieren. „Es geht uns auch darum, Technik als etwas zu präsentieren, was wir mitbestimmen können. Die Generation, die im Jahr 2050 über 80 sein wird, ist den Umgang mit neuen Technologien im Alltag bereits gewohnt. Trotzdem oder gerade deshalb ist es umso wichtiger, bei der Entwicklung der Technologien auf die Bedürfnisse der Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten, technische Geräte bedienen zu können, einzugehen“, so Sotoudeh weiter.

Präsentation der Ergebnisse am BMVIT

Die in zwei Tagen intensiver Gruppenarbeit entstandenen Visionen wurden am 13. September im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technik (BMVIT) präsentiert. Unter den zehn beliebtesten Ideen und Konzepten waren unter anderem „Alt lernt von Jung – Jung lernt von Alt“, „Barrierefreie Bewegung auf allen Ebenen“, „Multilinguales Wien“, „Fortschritt durch Rückschritt“, „Nachhaltiges Leben und Arbeiten“ oder „Gemeinsam reifen“.

„Es hat sich klar gezeigt, dass sich die Mehrheit der Workshop-TeilnehmerInnen viel um soziale Themen Gedanken macht. Als nächstes werden wir die Empfehlungen mit Hilfe von Fachleute entwickeln und die im kleinen Rahmen entwickelten Ideen auf der Website www.leben2050.at veröffentlichen, und schließlich auch zur Abstimmung freigeben,“ so Sotoudeh.

Links

ITA-Projekt: Autonomes Leben in Wien
Leben 2050 Homepage

23.10.2013
Von: Denise Riedlinger

50 WienerInnen haben gemeinsam ihre Visionen entwickelt. Das Projekt wird vom ITA gemeinsam mit der Firma Innovendo durchgeführt. (Foto: ITA/Leben2050)