Energiewende

Österreich braucht neue Speicher für erneuerbare Energie - aber wie? Das Parlament hat die Partner ITA und AIT mit einer Studie dazu beauftragt.

Österreich hat sich ein ehrgeiziges Energieziel gesetzt: Kohlendioxid soll bis 2030 so weit als möglich aus dem Elektrizitätssystem verschwunden und durch erneuerbare Energie ersetzt sein. Im Hinblick auf diese „Mission 2030“ hat das Parlament die beiden Partner ITA und AIT mit einer Studie zu neuen Energiespeichersystemen beauftragt. Leistbarkeit und Unternehmensmodelle werden dabei ebenso analysiert wie Umweltaspekte und Förderbedarf.

Neue Speichermethoden gefragt

Eines ist klar: Bei erneuerbaren Energien gibt es einen Bedarf an neuen Speichern, denn: sie stehen, im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, nicht jederzeit zur Verfügung. Windkraft oder Photovoltaik sind abhängig von der Jahres- oder Tageszeit. Energie kann u. a. auch über elektro-chemische Batterien gespeichert werden. Der Ressourcenverbrauch bei der Batterieerzeugung ist hingegen hoch, das kann Folgen für Umwelt und Klima haben.

Michael Ornetzeder, der das Projekt am ITA betreut, sieht eine neue Phase auf Österreich zukommen: „Bislang beschäftigte man sich mit dem Thema Energiespeicher meist unter dem Aspekt, was technisch möglich ist bzw. wie man Produkte global verkaufen kann. Die Dekarbonisierung unseres nationalen Elektrizitätssystems bringt neue Herausforderungen und auch Konfliktpotentiale mit sich. Gaskraftwerke sollen verschwinden, Pumpspeicherkraftwerke sollen ausgebaut werden. Wasserstoff und synthetisches Gas werden an Bedeutung gewinnen. Das wird sich auch auf das Verhältnis der Netzbetreiber und anderer Akteure auf dem Energiemarkt auswirken.“

Nicht nur technische Aspekte zählen

Im Vordergrund stehen soll der Dialog zwischen allen Beteiligten. Was sind die sozialen Aspekte, können KonsumentInnen sich die auf dem Tisch liegenden Pläne leisten? Wie lässt sich der Markt regulieren? Mit den erarbeiteten Empfehlungen sollen die Abgeordneten dabei unterstützt werden, bereits im Anfangsstadium der Energiewende auch Anliegen außerhalb der Bereiche Wirtschaft und Technik mit einzubeziehen.

Mehr Details zum Projekt

26.11.2018
Von: Denise Riedlinger

Oberbecken des Pumpspeicherwerks Rönkhausen
(Foto: Petra Klawikowski, CC-BY 3.0)