Das Smartphone weiß, wo wir waren

Neue Kurzstudie über die Verwendung unserer Standortdaten und Datenschutz-Richtlinien der Mobilfunkbetreiber gestartet.

Dass unsere heiß-geliebten Smartphone Apps die genauen Standortdaten aufzeichnen möchten, ist nicht neu. So lästig die Frage nach der Genehmigung beim Installieren der App und das damit einhergehende Unwohlbefinden, einmal mehr sensible Daten in die Internetwolke hochzuladen, auch sind, wir stimmen in vielen Fällen trotzdem zu. Bei Navigations-Apps wäre das Navigieren beispielsweise ohne unserer aktuellen Position ja auch unmöglich.

Was aber genau sammeln und speichern unsere Mobilfunkbetreiber? Und lassen sich aufgrund unserer Bewegungsprofile direkte Rückschlüsse auf unsere Altagsgewohnheiten ziehen? Ob und wieviel hier erlaubt ist, und wie genau sie es mit der Anonymisierung der NutzerInnendaten nehmen, schaut sich Walter Peissl in der Kurzstudie der Bundesarbeitskammer genauer an: "Die Mobilfunkbetreiber wissen ganz genau, wo ihre KundInnen gerade sind, aber spannend ist herauszufinden, was sie mit den gespeicherten Daten machen. Wir schauen uns an, wie die Praxis ist und ob es eventuell rechtlichen Anpassungsbedarf gibt."

Infos zum Projekt: hier

Projektbericht veröffentlicht

Am 22. November wurde die Kurzstudie im Rahmen der Pressekonferenz in der Arbeiterkammer Wien vorgestellt und zeitgleich als Download bereitgestellt.

Projektbericht: Download (pdf)

20.08.2018
Von: Thomas Bayer

Mobilfunkbetreiber speichern unsere Bewegungsprofile (Photo by Daria Nepriakhina on Unsplash)