Blackout-Szenarien, Risiken und mögliche Schutzmaßnahmen

Ist unser Stromnetz, das gerade einen kompletten Wandel durchläuft, bei einem großflächigen Ausfall ausreichend abgesichert? Diese ITA-AIT-Studie für das Parlament fragt, wie die Versorgungssicherheit und eine rasche Wiederherstellung der Stromversorgung auch nach dem Umstieg auf erneuerbare Energien gewährleistet werden kann.

Das Risiko eines Blackouts, also eines großflächigen Ausfalls des Stromversorgungsnetzes über einen längeren Zeitraum, gewinnt seit einigen Jahren an Bedeutung. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Der Energieversorgungsbedarf und damit einhergehende gesellschaftliche Abhängigkeiten nehmen weiter zu und die Energiewende bringt auch strukturelle Veränderungen mit sich, wodurch sich die Komplexität des Energiesektors insgesamt erhöht.

Als Hauptschlagader kritischer Infrastrukturen spielt das Stromnetz eine zentrale Rolle. Neuen Herausforderungen sind hier z.B. der Bedarf nach effizientem Lastenmanagement und stabiler Versorgungssicherheit trotz Schwankungsbreiten. Diese Studie für das Österreichische Parlament fragt, wie Österreich optimal auf regionale Stromausfälle und landesweite Blackouts vorbereitet wäre.

Die Kernfragen, die das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit dem AIT – Austrian Institute of Technology beantworten wird, sind: Welche Wissenslücken gibt es? Was ist notwendig, was fehlt, welchen Handlungsbedarf gibt es, um Stromknappheit oder Blackouts nicht entstehen zu lassen bzw. eine rasche Wiederherstellung der Stromversorgung zu gewährleisten?

Dabei werden relevante Entwicklungen der Elektrizitätsversorgung in Österreich und Europa berücksichtigt. Danach werden unter Einbeziehung von Interviews mit verschiedenen Expert*innen Problemlagen und damit einhergehende Herausforderungen für Österreich näher beleuchtet. Danach wird untersucht, welche technisch-organisatorischen Maßnahmen im Ernstfall umgesetzt werden, wie das Zusammenspiel zentraler Akteure in Österreich auf Länder- und Bundesebene funktioniert und welche Notfallkonzepte, Entscheidungsabläufe und Meldeketten damit verbunden sind. Ziel ist, die sinnvollsten Maßnahmen auszuloten, um die Resilienz zu erhöhen.

Laufzeit

06/2021 – 12/2021

Projektteam

Finanzierung

Partner