12.03.2020

Advanced Materials - Möglichkeiten und Risiken

Video: 27 Expert*innen erörterten auf der 12. NanoTrust-Tagung wie Risiken und Ungewissheiten im Kontext von neuen oder modifizierten Materialien mit einzigartigen oder verbesserten Funktionalitäten gehandhabt werden können.

Kunststoffverpackungen, die Lebensmittel haltbarer machen, und Textilien, die auf den Körper einwirken sind zwei von vielen Beispielen, darunter auch viele industrielle Baustoffe. Nützliche "Innovative Materialien" werden entwickelt und marktreif, während ihre Sicherheit und Unbedenklichkeit gewährleistet sein muss. Nicht nur der Überblick darüber, sondern wie Forschung, Industrie und Behörden damit umgehen sollen, erörterten die Expert*innen auf der 12. NanoTrust-Tagung am 10. März in Wien.

 

 Videobeitrag

Im Videobeitrag geben vier Insider einen kurzen Ausblick, welche Auswirkungen die Ausweitung des Bereiches von den Nano- auf die sogenannten Advanced Materials möglicherweise haben könnte.

André Gazsó: „Es werden neue Materialgruppen auf uns zukommen, die wir verstärkt beobachten müssen. Das werden unter Umständen Materialen sein, die sich von ihrer Art und ihrem Aufbau möglicherweise quer zu all mögliche gewohnten Prozessen, darunter Produktions- Design- und Regulierungsprozessen befinden. Das betrifft auch die Abfallbehandlung.“

Bernd Giese: „Im Bereich der Advanced Materials haben wir es mit einem sehr wissensintensiven Bereich zu tun, wo zunehmend in kleinteiliger Weise, das heißt auf der Nano- und Mikrometer-Ebene verschiedenste Materialien und Elemente in unterschiedlichster Form mit einander verbunden werden. Angestrebt wird hier eine sehr rationale vor-modulierte Gestaltung.“

Rolf Packroff: „Ich hoffe, dass kein zweites Asbest auf uns zukommt, denn gerade faserförmige Materialien sind derzeit wieder sehr stark im Gespräch. Wir haben da ja eine lange Geschichte eines nur schlecht erkannten Risikos mit Asbest und die soll kein zweites Mal passieren. Deshalb müssen wir gerade bei Innovationen sehr stark darauf achten, auch andere faserförmige Materialien frühzeitig zu bewerten und Risiken frühzeitig zu erkennen.“

Eva-Kathrin Ehmoser: „In meiner Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt auf synthetische Bioarchitekturen erleben wir eben auch, dass Nano-Partikel aufgrund ihres Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnisses ausgesprochen interessante aber auch durchaus risiko-behaftete Eigenschaften haben.“

 

Mehr Infos zur Veranstaltung

Experten diskutieren Sicherheit von neuartigen Materialien in Wien (APA)
12. Nanotrust-Tagung "Reden wir über Advanced Materials"