ITA-Seminar, 5. Februar 2019, 13:30 Uhr: Nicole Kronberger (JKU Linz)

Neuro-Enhancement ist tot – lang lebe das Neuro-Enhancement

Rund um das Thema Neuro-Enhancement ist insofern Ernüchterung eingetreten, als die letzten Jahre zeigten, dass sich viele der Versprechungen bezüglich kognitiver Leistungssteigerung mittels Medikamenten oder technischen Geräten kaum in naher Zukunft realisieren werden. Doch während die Einschätzungen von Experten und Expertinnen kritischer werden, gibt es Hinweise darauf, dass das Interesse an leistungssteigernden Mitteln in der Bevölkerung – auch in Europa – eher steigt als sinkt. In diesem Beitrag stelle ich eine Studie zum Thema Strategien kognitiver Leistungssteigerung im Arbeitskontext vor, an der sich knapp 1.000 österreichische Berufstätige  beteiligten. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Diskussion von sozialpsychologischen Aspekten (und speziell der Rolle von Selbstkontrolle und Selbstkontroll-Ethos) bei der Debatte um kognitive Leistungssteigerung. Wird die Idee des Neuro-Enhancement auch zukünftig von Bedeutung und ein Thema für Technikforschung sein

Nicole Kronberger ist assoziierte Professorin an der Abteilung für Sozialpsychologie, Personalentwicklung und Erwachsenenbildung der Johannes Kepler Universität Linz.

Um Anmeldung an tamail [@] oeaw.ac.at wird gebeten – danke!