ITA-Seminar, Verena MADNER, 15.01.2013

Smart Cities – Die Perspektive von Recht und Governance (Prof. Verena MADNER, WU Wien)
Wien, 15. Jänner 2013

Im Kontext von Globalisierung und Standortwettbewerb lastet hoher Erwartungsdruck auf den Städten. Städte werden im „Urban Age“ nicht nur als Krisenschauplätze wahrgenommen; den Städten wird ein immenses Innovations- und Problemlösungspotential bei der Bewältigung globaler Krisen zugeschrieben. Aktuell nimmt das Konzept der „Smart City“ hier eine prominente Rolle ein.

Der Vortrag analysiert den Diskurs um die intelligente Stadt und zeigt auf, welche kritischen Fragen an die Agenda der Smart City und an ihre Weiterentwicklung zu richten sind. In dem Ausmaß, in dem man den Schlüssel zur Zukunft der nachhaltigen Stadt nicht allein in technologischer Entwicklung begründet sieht, ist eine Auseinandersetzung mit der Steuerungs- und Prozessqualität und mit den Spezifika lokaler Institutionen unerlässlich. Der Vortrag illustriert, die Relevanz des Rechts für die Gestaltung urbaner Konzepte und zeigt auf, warum es dabei für die erfolgreiche Bewältigung gesellschaftlichen Wandels essentiell ist, die Smart City um die Perspektive von Recht und Governance zu bereichern.

Verena MADNER ist Professorin für öffentliches Recht und Public Management am Department für Sozioökonomie der WU Wien und Vorsitzende des unabhängigen Umweltsenats. Sie leitet (gemeinsam mit Renate Meyer) das Forschungsinstitut für Urban Management und Governance der WU Wien.
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