SYNENERGENE

Verantwortungsvolle Forschung in der synthetischen Biologie

Die synthetische Biologie hat mit der spektakulären Ankündigung, Leben zu konstruieren, auf sich aufmerksam gemacht. Das öffentliche Interesse an diesem Forschungszweig ist bislang jedoch gering. Ein neues EU-Projekt will das ändern.

Die synthetische Biologie will Lebewesen von Grund auf neu konstruieren oder mittels standardisierter genetischer Bauteile neu programmieren. Damit lassen sich Organismen mit gänzlich neuen Eigenschaften herstellen. Dies verspricht neue Anwendungen, z.B. im Pharmabereich. Biologie soll nach den Prinzipien einer Ingenieurswissenschaft betrieben werden, um effizient und planmäßig zu Produkten zu kommen.

Einige Expertengremien haben zu ethischen Aspekten sowie den Risiken dieses Forschungsfelds Stellung genommen. Aus forschungspolitischer Perspektive stellt sich vor allem die Frage, wie die Entwicklung der synthetischen Biologie gestaltet werden könnte, damit sie dem Anspruch verantwortlicher Innovation („Responsible Research and Innovation“) genügt.

An diese Frage knüpft SYNENERGENE an. Dieses Projekt, das im 7. Rahmenprogramm der EU („Science and Society“) läuft, setzt sich zum Ziel, öffentliches Interesse für die synthetische Biologie zu wecken und die Möglichkeiten einer verantwortlichen Technikgestaltung auszuloten. Zu diesem Zweck werden Interessenvertreter aus Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Bürger in Dialog gebracht. Die Ergebnisse dieser Dialogverfahren, etwa konkrete Vorschläge für eine Regulierung der synthetischen Biologie, sollen für die Innovationspolitik der EU nutzbar gemacht werden.

Die Aufgabe des ITA besteht darin, verschiedene Dialogformen vergleichend zu analysieren. Solche Dialoge werden im Kontext von Ausstellungen, Film-Festivals oder Science Cafés stattfinden. Inwiefern genügen sie den Ansprüchen von Inklusivität, Offenheit und Transparenz? Die empirische Analyse des ITA trägt damit zur gegenwärtigen Debatte um den Nutzen von Partizipation bei. Außerdem dient sie der laufenden Verbesserung der von Projektpartnern angewandten Dialogformen.

Laufzeit
06/2013 - 06/2017
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