Breites Engagement für nachhaltigen Konsum

Teilnehmende des PACITA-Bürgerforums präsentierten ihre Ergebnisse bei Bundesminister Rupprechter

Die Förderung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Abfallvermeidung durch sozial bewusstes Einkaufen – das sind zwei der Empfehlungen, die über hundert BürgerInnen im Rahmen des PACITA-BürgerInnenforums zu Nachhaltigkeit und Konsum kürzlich formuliert haben. Zwei der Teilnehmenden hatten dieser Tage die Möglichkeit, die Ergebnisse des Forums persönlich an Bundesminister Andrä Rupprechter zu übergeben.

Gemeinsam diskutierte man im BMLFUW über Themen wie Bewusstseinsbildung im Schulunterricht und innovative Mobilitätskonzepte. Abschließend wurden die Gesamtergebnisse des Forums überreicht. Für die nächsten Jahre wurde zudem eine umfassende Zusammenarbeit angedacht.

„In einem lebenswerten Österreich sollten Umwelt- und sozialverträgliche Produkte im Vordergrund stehen. Um unser Konsumverhalten zu verändern ist es ebenso wichtig, dass wir alle konkrete Schritte in unserem Alltag setzen“, betonte Rupprechter während des Besuchs. Er zeigte sich auch von der Breite der Diskussionen beeindruckt. "Ich sehe es als politische Pflicht, die Sorgen und Bedenken, aber auch Vorschläge und gute Ideen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen", bekräftigt der Minister.

Die beiden Gäste im Ministerium, Elfried Hitzinger und Gerhard Seidl, sind überzeugt davon dass es Bewusstseinsbildung braucht: „Ich sehe es bei Kindern: Wenn wir sie nicht dazu erziehen, Wasser und Energie zu sparen, tun sie es auch nicht“, erzählt Hitzinger. Gerhard Seidl ist Mobilität ein besonders Anliegen: „Ich denke, dass viele Menschen am Land bereit wären auf öffentliche Verkehrsmittel oder Carsharing umzusteigen. Dazu bräuchte es dann aber auch steuerliche Anreize wie günstigere Tarife, und eine entsprechende Infrastruktur.“

Für das ITA waren Leiter Michael Nentwich sowie Leo Capari Teil der Delegation. Das Forum „Europe Wide Views on Sustainable Consumption“ fand außer in Österreich noch in zehn anderen Ländern statt. Dahinter steht das EU-Projekt PACITA - Parliaments and Civil Society in Technology Assessment. Ziel war, die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Ressourcenknappheit, Lebensmittelverschwendung oder Klimawandel einzuholen und Empfehlungen für die nationale und die EU-Politik abzugeben.

Österreicher wollen umweltbewusster konsumieren

Die rot-weiß-roten Ergebnisse zeigen deutlich, dass den meisten Teilnehmenden sozial verträglicher und umweltbewusster Konsum ein Anliegen ist. Für 70 Prozent ist die Sicherung natürlicher Ressourcen wesentlich. Beim Einkauf wählen immerhin 64 Prozent gesunde Lebensmittel, der Preis spielt allerdings für mehr als die Hälfte ebenfalls eine wichtige Rolle. 78 Prozent glauben, dass es für eine Veränderung auf die Bürgerinnen und Bürger ankommt. Das für alle Länder vielleicht erstaunlichste Ergebnis: 90 Prozent aller Teilnehmenden in allen elf Ländern wären bereit ihren privaten Konsum freiwillig zu reduzieren.

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30.10.2014
Von: Denise Riedlinger; für das BMLFUW: Wolfgang Wisek

Von links nach rechts: Projekt-Mitarbeiter Leo Capari (ITA), Astrid Hitzinger, BM Andrä Rupprechter, Gerhard Seidl, ITA-Leiter Michael Nentwich (Foto: BMLFUW)