Monitoring urbaner Technologien

Studie zur Klassifizierung, Beschreibung und Bewertung von Technik für die Stadt der Zukunft

Ziel der vorliegenden Studie ist die Klassifizierung, Beschreibung und Bewertung jener Technologien, die in besonderem Ausmaß zu einer nachhaltigen Stadtstruktur beitragen – zur Stadt der Zukunft.

Hintergrund

Im österreichischen Forschungsprogramm „Stadt der Zukunft“ wird in den kommenden Jahren die Entwicklung von neuen umweltfreundlichen Technologien und Dienstleistungen gefördert. Dabei sollen energieeffiziente Lösungen nicht nur für einzelne Elemente wie Gebäude oder technische Geräte sondern für ganze Stadtteile entwickelt werden.

In urbanen Ballungsräumen greift eine Vielzahl von technischen Systemen ineinander. Dazu gehören – um nur einige zu nennen – Strom- und Gasnetze, Abwassersysteme, Fernwärmenetze oder der öffentliche Verkehr. Welche Technologien versprechen aber ein besonders großes Potential, um Städte in Zukunft tatsächlich „smarter“ zu machen? Wo sollen Forschung und Entwicklung in den nächsten zehn Jahren ansetzen? Dabei spielen auch bestehende und zukünftige Konzepte und Methoden der Stadtplanung eine entscheidende Rolle.

Die Studie soll durch Beiträge eines Teams von verschiedenen ExpertenInnen einen Überblick über die außerordentliche Vielfalt an Technologien im städtischen Raum schaffen und sie je nach ihrem Potential in Hinblick auf die Erreichung energiepolitischer Ziele einstufen und beschreiben. Diese Beschreibungen münden in ein Klassifikationssystem. Im zweiten Teile des Projekts wird der Reifegrad von besonders wichtigen Technologien ermittelt.

Ablauf

In einem ersten Schritt wird der Begriff „urbane Technologien“ definiert. Dies erfolgt gemeinsam mit der Entwicklung eines Klassifikationssystems. Bewertet werden einerseits die Relevanz einer breiten Palette von Technologien hinsichtlich ihres potenziellen Beitrags für die Entwicklung zukunftsfähiger und resilienter Städte mit hoher Lebensqualität; andererseits die „Technologiereife“, d.h. der aktuelle Forschungsstand relevanter Technologien, technischer (Teil-)Systeme und technologiebezogener Dienstleistungen.

Im Projekt kommt eine an die Delphi-Methode angelehnte Vorgangsweise zur Anwendung: ExpertInnen-Interviews und Workshops werden mit einer Dokumentenanalyse und einer schriftlichen ExpertInnen-Befragung kombiniert.

Der abschließende Bericht wird folgende Teile umfassen:

  • das entwickelte Klassifikationssystem,
  • eine Bewertung relevanter Technologien und Technologiecluster („Priorisierung“),
  • eine nachvollziehbare Einstufung relevanter Technologien (auf Grundlage des Technology Readiness Assessment Guides des U.S. Department of Energy) inklusive einer Beschreibung der Methodik und der verwendeten Quellen sowie
  • Empfehlungen für zukünftige Schwerpunktsetzungen durch die öffentliche Forschungsförderung.
Transportsysteme werden in der vorliegenden Studie auf ihr Entwicklungspotential hin unter die Lupe genommen. (Foto: David Perez/Flickr)
Laufzeit
07/2014 - 12/2015