FSA-Energie

BürgerInnen aus ganz Österreich bewerteten zukünftige Energietechnologien

Das gegenwärtige, zum Großteil auf fossilen Ressourcen basierende Energiesystem muss sich radikal verändern, um drohende negative Folgen und zu hohe Kosten für Mensch und Umwelt zu vermindern.

Viele sehen die Umstellung auf erneuerbare Energien als einzige realistische Alternative für eine dauerhafte, sichere Versorgung. Forschung und Entwicklung spielen bei dieser Transformation zwar eine bedeutende Rolle. Die damit verbundenen Herausforderungen können aber nicht allein mit technischen Mitteln bewältigt werden. Um dieses komplexe, aus vielen Elementen bestehende System schrittweise und grundlegend umzuformen, muss auch die Bevölkerung Veränderungen mittragen.

FSA-Energie – FSA steht für Future Search & Assessment – suchte daher den Dialog mit den BürgerInnen. Ihre Vorstellungen und Wünsche sollten in der Energieforschung stärker berücksichtigt werden.

Energieforschung mit Bodenhaftung

Langfristig konzipierte Forschungsprogramme orientieren sich an einem Leitbild und versuchen daraus möglichst konkrete Anforderungen für Forschung und Entwicklung abzuleiten. Partizipative TA kann dabei einen Beitrag leisten, denn sie ermöglicht, dass auch die Ansichten der Bevölkerung berücksichtigt werden können. In BürgerInnen-Foren erarbeitete Ergebnisse können die Ansichten von ExpertInnen ergänzen und auch kritisch hinterfragen. Allgemein gesagt soll das Feedback aus der Bevölkerung Wissen robuster machen. Im Projekt wurden vor allem jene Technologieoptionen diskutiert und bewertet, die für EndkundInnen gedacht sind.

Bürgerkonferenz als Höhepunkt

Vor diesem Hintergrund hat das ITA ein mehrstufiges partizipatives Verfahren organisiert. Plenar-Präsentationen wechselten sich ab mit moderierten Kleingruppen, in denen die Meinungen von BürgerInnen zum Input von ExpertInnen diskutiert wurden. Die zweitägige Hauptveranstaltung, an der rund 30 Bürger und BürgerInnen aus ganz Österreich teilnahmen, fand am 24. und 25. November 2007 in Wien statt.

Der Dialog mit den BürgerInnen, ihre Vorstellungen und Wünsche sollten in der Energieforschung stärker berücksichtigt werden
Laufzeit
07/2007 - 03/2008