CIMULACT

Das Projekt beteiligte mehr als tausend BürgerInnen in 30 europäischen Ländern und eine Vielzahl anderer Akteure an der Gestaltung einer wünschenswerten, nachhaltigen Zukunft.

Österreichischer BürgerInnen-Visionen Workshop in Wien

Das ITA lud 40 in Österreich wohnhafte Personen zum BürgerInnen-Visionen Workshop ein. Die Teilnehmenden haben gemeinsam Visionen für eine nachhaltige und wünschenswerte Zukunft entwickelt. Dabei wählten sie jene Aspekte aus, die aus ihrer Sicht am wichtigsten sind, wenn es darum geht sich eine gute und lebenswerte Zukunft vorzustellen.

Ziel von CIMULACT war es, gemeinsam konkrete Visionen zu entwickeln. Sie sollten die Basis für europäische Forschungsprogramme sein die so gestaltet sind, dass sie auch den Interessen der Allgemeinheit Rechnung tragen. Der BürgerInnen-Visionen Workshop in Wien fand am Freitag, 27. November 2015 statt. Die nach festgesetzten Kriterien ausgewählten Teilnehmenden stellten einen möglichst diversen Querschnitt der Bevölkerung dar.

Ergebnisse aus 30 Ländern für gesellschaftsrelevante Forschung

Jedes der 30 europäischen Länder, die an CIMULACT teilnahmen, führten einen standardisierten BürgerInnen-Visionen Workshop mit ca. 40  TeilnehmerInnen durch. So haben mehr als tausend Menschen Visionen für eine wünschenswerte Zukunft im Jahr 2050 formuliert. Es war ein kreativer Prozess, der auch dazu diente sich die Frage zu stellen,  was die Visionen der BürgerInnen konkret bedeuten könnten: Was würden Menschen der Zukunft essen, welche Technologien gäbe es und wie würden diese den Alltag bestimmen? Wie würde das Verhältnis Mensch-Umwelt aussehen, welche Regulierungen würde es geben?

Die Ergebnisse - also 179 Visionen aus 30 Ländern - wurden in nationalen Berichten zusammengefasst und schließlich zusammengeführt. So konnten Unterschiede in den verschiedenen Ländern ebenso wie Ähnlichkeiten oder widersprüchliche Vorstellungen dargestellt werden. Im nächsten Schritt befassten sich ExpertInnenen, BürgerInnen und VertreterInnenn von verschiedenen Interessensgruppen mit den Ergebnissen. Sie hatten die Aufgabe, Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen der BürgerInnen in konkrete Forschungsthemen und Inputs für Forschungsprogrammen zu transformieren. Diese  Vorschläge wurden schließlich der EU-Kommission, den nationalen Parlamenten und EntscheidungsträgerInnen sowie den nationalen Forschungsförderungsagenturen präsentiert.

Die Teilnehmenden aus 30 Ländern sollen der EU-Kommission einen sinnvollen Beitrag zur Ausrichtung künftiger Forschungsprogramme liefern.