Urban Implications and Governance of CEE Migration in Europe (IMAGINATION)

Urban Implications and Governance of CEE Migration in Europe


Zielsetzung und Fragestellungen


Im Zentrum dieses Projekt steht die Zuwanderung von EU-Bürgern aus Ostmittel- und Osteuropa in westeuropäische Stadtregionen, die sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Formen der Migration in Europa entwickelt hat. In der ersten Projektphase wurden verschiedene Migrationstypen identifiziert, und zwar nach der Dauer des Migrationsprojekts (saisonal, kurz- bzw. langfristig) und nach der sozioökonomischen Position (erwerbstätig – formell oder nicht formell, nicht erwerbstätig). Für die so definierten Migrationstypen wurden in der zweiten Projektphase die Auswirkungen in verschiedenen Bereichen (Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, Sozialsystem, Bildungssystem) untersucht. Die dritte Phase widmete sich der Analyse der Governance-Ansätze, die aufgrund der Auswirkungen auf verschiedenen Ebenen (lokal, national, EU) entwickelt wurden. Das Projekt wurde in Stadtregionen in Österreich (Wien und Linz), den Niederlanden (Rotterdam und Den Haag), Schweden (Stockholm und Göteborg) und in der Türkei (Istanbul und Edirne) als kontrastierendem Fall implementiert.

Ergebnisse


Die Untersuchung der Zuwanderung aus osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten in westeuropäische Stadtregionen stellt eine interessante Fallstudie dar, die zum Verständnis der Veränderungen und der Kontinuität von Migrationssystemen beiträgt. Einerseits perpetuieren sich historische Trends der kurz- und langfristigen Migration in formeller und informeller Form, andererseits wird diese Zuwanderung mehr und mehr ein urbanes Phänomen mit neuen Migrationstypen, die immer sichtbarer werden.

Die Ergebnisse zeigen das Fehlen einer gut funktionierenden institutionellen Struktur der Governance von Migration innerhalb der EU, und dies, obwohl die Zahl der EU-MigrantInnen ständig steigt. Die Herausforderungen für die Städte im Bereich des Wohnens, des Arbeitsmarkts, des Bildungssystems oder des Sozialsystems werden ständig größer, während die EU kaum Lösungsansätze für die Herausforderungen auf der lokalen Ebene zu bieten hat. In diesem Bereich besteht also noch viel Handlungsspielraum für eine bessere Governance.

Publikationen


Van Ostaijen, Mark, Reeger, Ursula and Karin Zelano, 2017. The commodification of mobile workers in Europe – a comparative perspective on capital and labour in Austria, the Netherlands and Sweden. Comparative Migration Studies 5/6: 1-22.

Fermin, Alfons (in cooperation with Ursula Reeger et al.), 2016. Handbook of Urban Governance of Free Movement in the EU. EUKN, The Hague.

Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2016. Migration from Central and Eastern European EU-member countries to the Vienna urban region: Different types and recent developments. In: Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann und Christoph Reinprecht (Hgs.). Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich. Wien, Vienna University Press: 133-152.

Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2016. Governance approaches to CEE migration in central domains in Austria: Vienna, Linz and the national level. IMAGINATION Working Paper. Vienna.

Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2015. Implications of CEE migration in European urban regions. The socio-economic, socio-cultural and legal-political implications in comparison. IMAGINATION Comparative Report 2. Vienna.

Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2015. Urban implications of CEE migration in Austrian urban regions. IMAGINATION Working Paper. Vienna.

Fassmann, Heinz, Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2015. Implications of CEE migration in European urban regions. IMAGINATION Policy Brief 2. Vienna.

Fassmann, Heinz, Kohlbacher, Josef, Reeger, Ursula and Maria Luzia Enengel, 2014. Mapping and analysis of types of migration from CEE countries: Austria. IMAGINATION Working Paper. Vienna.