ICEC

Interethnic Coexistence in European Cities


Zielsetzung und Fragestellungen


Interethnisches Zusammenleben in europäischen Städten: eine vergleichende und anwendungsorientierte Analyse von lokalen Politiken

  • Wie sieht das Zusammenleben in soziodemographisch diversen Stadtvierteln in     Amsterdam, Stockholm und Wien aus?
  • Welche Aktivitäten und Initiativen gibt es auf lokaler Ebene, die ein Zusammenleben im und die Identifikation mit dem jeweiligen Stadtviertel fördern?
  • Welche Rolle spielen dabei viertelübergreifende politische Agenden?
  • Welche Meinung haben BürgerInnen in den ausgewählten Stadtvierteln zu diesen Maßnahmen und welchen Verbesserungsbedarf sehen sie?

Ausgehend von diesen Fragestellungen identifiziert und analysiert dieses Projekt unterschiedliche politische Maßnahmen auf der stadtübergreifenden und lokalen Ebene (neighbourhood), die ein interethnisches Miteinander fördern. Diese Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer Intention, Zielsetzung und Umsetzungsstärke evaluiert und in einen internationalen Kontext gebracht. Dabei wird auf Stadtviertel in Amsterdam, Stockholm und Wien fokussiert, die von hoher Diversität (super-diversity) geprägt sind. Ein wichtiger Bestandteil dieses Projektes ist die Involvierung der BewohnerInnen vor Ort, die im Rahmen eines „Urban Living Labs“ etablierte Aktivitäten in ihrem Viertel evaluieren und möglicherweise neue Projekte initiieren. Damit trägt das Projekt zu einem politischen Verbesserungsprozess und zu einer stärkeren Identifikation mit dem Stadtviertel (neighbourhood identity) bei.

Ergebnisse


Das Projektziel richtet sich auf das Verständnis von unterschiedlichen Realitäten des interethnischen Zusammenlebens in soziodemographisch diversen Stadtvierteln in Amsterdam, Stockholm und Wien, das von stadtübergreifenden und stadtviertelspezifischen Politiken und Aktivitäten beeinflusst wird. Durch die Involvierung von BürgerInnen wird ein gegenseitiger Lernprozess zwischen BewohnerInnen, politischen EntscheidungsträgerInnen und WissenschaftlerInnen angeregt. Die Projektergebnisse werden in einer Abschlusspublikation in Form eines Policy Handbooks publiziert.

Publikationen


Siehe: www.icecproject.com/publications

Dahlvik, J., Franz, Y., Hoekstra, M. & Kohlbacher, J. (2017): Interethnic Coexistence in European Cities. A Policy Handbook. 89 S.  ISBN 978-3-7001-8200-9

Hoekstra, M. (2015): Diverse cities and good citizenship: how local governments in the Netherlands recast national integration discourse, Ethnic and Racial Studies 2015

Franz, Y. (2015) Designing social living labs in urban research, info, 17:4, pp.53 – 66

Franz, Y. (2014) Chances and Challenges for Social Urban Living Labs in Urban Research. In: ENoLL – European Network of Living Labs (2014) Conference Proceedings of Open Living Lab Days 2014. 105-114. ISBN: 9789082102727. [Awarded ‘Best Paper‘ at the ENoLL Conference 2014]

Franz, Y., Tausz, K., & Thiel, S. – K. (2015) Contextuality and Co-Creation Matter: A Qualitative Case Study Comparison of Living Lab Concepts in Urban Research. Technology Innovation Management Review, 5(12): 48-55

Pressespiegel


Bezirkszeitung, Studie zu Wiener Multikulti-Grätzeln: "Gschaftler braucht man einfach"
Januar 2017: http://www.meinbezirk.at/mariahilf/lokales/studie-zu-wiener-multikulti-graetzeln-gschaftler-braucht-man-einfach-d1380463.html

Der Standard Forschung. Beilage zu „Stadt 4.0 Wie wir leben werden“, Nr. 1, 2016/2017. Wohnen zwischen Hipster und Hausmeister. 26-27.

Die Presse, Zum Wohl des Grätzels Geschichten erfassen
November 2016: http://diepresse.com/home/science/5112979/Zum-Wohl-des-Graetzels-Geschichten-erfassen

Der Standard, Wohnen zwischen Hipster und Hausmeister
Juni 2016: http://derstandard.at/2000038939681/Gentrifizierung-Wohnen-zwischen-Hipster-und-Hausmeister

Die Presse, Sich übers Nähen annähern
September 2015: http://diepresse.com/home/science/4819497/Sich-ubers-Naehen-annaehern

OEAW young researcher profiles, Vom Arbeitergrätzel zum Hipsterbezirk
August 2015: http://www.oeaw.ac.at/oesterreichische-akademie-der-wissenschaften/forschung/article/vom-arbeitergraetzel-zum-hipsterbezirk/