28.11.2014

Dialog mit dem Islam: ÖAW-Forscherin Valeria Heuberger erhielt den Muhammad Nafi Tschelebi-Friedenspreis

Valeria Heuberger, Forscherin am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wurde mit dem Muhammad Nafi Tschelebi-Friedenspreis ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis im Bereich „internationale Kategorie“ für ihre außerordentlichen Forschungsleistungen zu Bosnien und zum Islam in Südosteuropa.

Der Preis wird vom Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland (ZIIAD) an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise für einen Dialog mit dem Islam einsetzen. Er ist nach Muhammad Nafi-Tschelebi benannt, der im Jahr 1927 in Berlin die Vorgängerinstitution des ZIIAD gegründet hatte. Die Preisverleihung erfolgte am 26. Oktober 2014 im Rahmen des siebten Soester Forums der Religionen und Kulturen in Kooperation mit dem Zentrum für komparative Theologie und Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Valeria Heuberger meinte nach der Preisverleihung: „Der Preis zeigt, dass die österreichische Forschung zum Islam auch in Deutschland anerkannt ist und geschätzt wird. Es freut mich besonders, da damit die Relevanz meines Engagements und auch das meiner Kolleg/inn/en an der ÖAW noch einmal unterstrichen wird.“

Die Historikerin ist seit 2008 Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo sie zunächst an der Balkan-Kommission forschte und seit 2012 am Institut für Sozialanthropologie tätig ist. Hier arbeitet sie zum Islam in Südosteuropa, wobei sie sich besonders mit den spezifischen politischen, kulturellen und sozialen Entwicklungsprozessen ethnischer und religiöser Gemeinschaften im spät- und postosmanischen Balkanraum auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ihrer Forschungen steht seit über 25 Jahren Bosnien, wo sie unter Anderem über Muslime während des Zweiten Weltkriegs und zu verwaltungsgeschichtlichen Aspekten unter österreichisch-ungarischer Herrschaft gearbeitet hat. Ihre Forschungsarbeiten zur Pilgerfahrt bosnischer Muslime nach Mekka hat sie im April 2014 auch während der „Langen Nacht der Forschung“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaft präsentiert.

28.11.2014

Dialog mit dem Islam: ÖAW-Forscherin Valeria Heuberger erhielt den Muhammad Nafi Tschelebi-Friedenspreis

Valeria Heuberger, Forscherin am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wurde mit dem Muhammad Nafi Tschelebi-Friedenspreis ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis im Bereich „internationale Kategorie“ für ihre außerordentlichen Forschungsleistungen zu Bosnien und zum Islam in Südosteuropa.

Der Preis wird vom Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland (ZIIAD) an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise für einen Dialog mit dem Islam einsetzen. Er ist nach Muhammad Nafi-Tschelebi benannt, der im Jahr 1927 in Berlin die Vorgängerinstitution des ZIIAD gegründet hatte. Die Preisverleihung erfolgte am 26. Oktober 2014 im Rahmen des siebten Soester Forums der Religionen und Kulturen in Kooperation mit dem Zentrum für komparative Theologie und Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Valeria Heuberger meinte nach der Preisverleihung: „Der Preis zeigt, dass die österreichische Forschung zum Islam auch in Deutschland anerkannt ist und geschätzt wird. Es freut mich besonders, da damit die Relevanz meines Engagements und auch das meiner Kolleg/inn/en an der ÖAW noch einmal unterstrichen wird.“

Die Historikerin ist seit 2008 Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo sie zunächst an der Balkan-Kommission forschte und seit 2012 am Institut für Sozialanthropologie tätig ist. Hier arbeitet sie zum Islam in Südosteuropa, wobei sie sich besonders mit den spezifischen politischen, kulturellen und sozialen Entwicklungsprozessen ethnischer und religiöser Gemeinschaften im spät- und postosmanischen Balkanraum auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ihrer Forschungen steht seit über 25 Jahren Bosnien, wo sie unter Anderem über Muslime während des Zweiten Weltkriegs und zu verwaltungsgeschichtlichen Aspekten unter österreichisch-ungarischer Herrschaft gearbeitet hat. Ihre Forschungsarbeiten zur Pilgerfahrt bosnischer Muslime nach Mekka hat sie im April 2014 auch während der „Langen Nacht der Forschung“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaft präsentiert.