Geschichte des Instituts

Die Sozialanthropologie ist zumindest seit 1961 mit einer eigenen Einrichtung an der ÖAW vertreten (damals „Ethnologische Kommission“ genannt). Der österreichische Ethnologe und Archäologe Robert Heine-Geldern etablierte hier bereits zwischen 1955 und 1965 einen Südostasien-Schwerpunkt. Eine nächste Etappe markiert die 1993 unter Walter Dostal erfolgte Vereinigung der „Ethnologischen Kommission“ mit der „Arabischen Kommission“ zur „Kommission für Sozialanthropologie“. Damit ergaben sich zwei Arbeitsbereiche: die Sozialanthropologie und die arabische Philologie und Kulturgeschichte des Nahen Ostens. Der bisherige Südostasien-Fokus wurde durch die neuen regionalen Schwerpunkte Südwest-Arabien und Tibet/Mongolei substanziell ergänzt.

Mit der Verleihung des Wittgenstein-Preises an Andre Gingrich konnte ab dem Jahr 2000 ein finanzieller und personeller Neubeginn erzielt werden. 2007 erfolgte die Umwandlung der Kommission für Sozialanthropologie in eine Forschungsstelle, welche 2010 schließlich zum Institut für Sozialanthropologie aufgewertet wurde.