Institut für Iranistik / Institute of Iranian Studies Österreichische Akademie der Wissenschaften
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Die Stadt und der König ‒
Frühsasanidische Städte im Südwesten des Iran
Vortrag von Anahita Mittertrainer/Universität München
 
15.01.2018, 18:30
Österreichische Orient-Gesellschaft, Dominikanerbastei 6/6, 1010 Wien, Klubsaal
 

Abstract Die Formation des sasanidischen Reiches und die Erfolge des Reichsgründers, Ardashir Pabagan, gehören zu den beliebtesten Themen der historisch-legendenhaften
Historiographie des spätantiken und mittelalterlichen Irans. Unter den Taten des Königs rühmten die arabisch-persischen Geographen besonders dessen Städtegründungen und achteten bei deren Beschreibungen peinlich darauf, den jeweiligen Gründer anzugeben. So wird Ardashir I. (212/224-241) die Gründung von acht Städten zugeschrieben, unter nderem Gur bzw. Ardashir Xwarrah, "dem Glücksglanz Ardashirs", während sein Sohn Shapur (241-272) als Gründer von zwölf Städten angesprochen wird, darunter Bishapur, "der schönen Stadt Shapurs". Die königlichen Stadtgründungen und ihr Umland konnten aktiv im Sinne
des neuen Herrschergeschlechts gestaltet werden und prägten, gerade in seiner Anfangsphase, entscheidend die Entwicklung der räumlichen, baulichen und bildlichen
Formensprache des neu anzulegenden Reiches. Die vergleichsweise hohe Anzahl an Ausgrabungen und Surveys in der Fars hat zur Folge, dass in kaum einem anderen Gebiet des sasanidischen Reiches Städte archäologisch so umfangreich dokumentiert sind wie
hier, der Kernprovinz der sasanidischen Dynastie. Deshalb bespricht der Vortrag die sasanidischen Städte Bishapur und Gur und zeigt auf, was die Archäologie zu der Frage nach dem Verhältnis zwischen den Städten und dem Herrscher beitragen kann.

Zur Person Anahita Mittertrainer studierte Vorderasiatische Archäologie in München (BA 2012), Istanbul und Berlin (MA 2014). Sie promoviert seit 2015 an der Ludwig-Maximilians-
Universität München über sasanidische Städte im Südwesten Irans.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dieser Vortrag ist Teil der vom Institut für Iranistik und der Österreichischen Orient-Gesellschaft gemeinsam organisierten Vortragsreihe "Kulturwissenschaftliche Iranforschung". Das Programm des Sommersemesters 2017 steht unter dem Schwerpunkt "Religionen in der Geschichte Irans".

 

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  zuletzt geändert am: 18.12.2017