Edition der Aussenpolitischen Dokumente der Republik Österreich


Es gehört zu den wesentlichen Aufgaben der historischen Grundlagenforschung, das historische Erbe zu bewahren und der Öffentlichkeit in einer wissenschaftlich aufbereiteten Form zugänglich zu machen. Dokumenten-Editionen stellen einen wichtigen Beitrag zur Konservierung, Kontextualisierung und Erschließung dieses Erbes und zur Transparenz politischer Prozesse dar. Diese Aufgabe schließt die Dokumentation der außenpolitischen Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse ein.

Bis Anfang der 1990er Jahre lag keine systematische wissenschaftliche Edition der außenpolitischen Akten der Republik Österreich vor. Das Projekt „Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich“ (ADÖ) zielt daher auf die Herausgabe der entsprechenden Dokumente in einer wissenschaftlichen Editionsreihe. Zu diesem Zweck werden die verfügbaren amtlichen und halbamtlichen Dokumente gesichtet und aus ihnen jene ausgewählt, die für das Verständnis der außenpolitischen Geschichte Österreichs erforderlich sind. Die ausgewählten Dokumente werden sodann mit wissenschaftlichen Kommentaren und einem Erschließungsapparat versehen publiziert. Der Dokumentenbestand, die editorischen Prinzipien und die wesentlichsten Inhalte der einzelnen Bände werden dabei in den jeweiligen Einleitungen in konziser Form dargestellt.

Die Reihe umfasst zwei Serien:
Die Serie „Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich 1918–1938“ (ADÖ-1) ist mit der Herausgabe von 12 Bänden abgeschlossen, durch vollständige Retrodigitalisierung können alle Bände auch online eingesehen werden.

Bände der 1. Serie

Retrodigitalisierte Bände der 1. Serie

Die Serie „Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich 1945–1970“ (ADÖ-2) umfasst den Zeitraum von der Wiedererrichtung Österreichs als unabhängiger Staat im April 1945 bis zum Übergang von der ÖVP- zur SPÖ-Alleinregierung im März 1970. In Bearbeitung sind derzeit die Bände 1 und 2 (1945–1949).

Digitale Version der ADÖ-2 (in Vorbereitung).