Forschungsbereich

Kulturelles Erbe: Biographik und Editionen


Die Gesamtheit der materiellen und immateriellen Kulturgüter bildet das kulturelle Erbe einer Gesellschaft. Es dient in unserer sich rasch wandelnden und globalisierenden Welt zur Orientierung in Raum und Zeit. Die Erschließung des kulturellen Erbes zählt zu den zentralen Aufgaben der Geschichtswissenschaft. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich verändert und das Interesse an der Vergangenheit Konjunkturen unterworfen ist. Diesem Wandel und der damit einhergehenden Bestandsgefährdung ist mit wissenschaftlicher Sorgfalt zu begegnen.

Der Forschungsbereich beschäftigt sich mit der Erfassung, Sicherstellung und langfristigen Bewahrung ausgewählter Bereiche des kulturellen Erbes Österreichs, der Habsburgermonarchie und ihrer Nachfolgestaaten sowie des Balkanraums, das der Gesellschaft zur Wissenserweiterung sowie zur Schaffung neuer Erkenntnisse zur Verfügung gestellt wird. Eine zentrale Rolle spielen dabei Open Science und Nachhaltigkeit, denn die Forschungsergebnisse sollen für eine breite Öffentlichkeit über open access leicht greifbar und dauerhaft zugänglich sein. Einen Schwerpunkt des Forschungsbereichs bildet die kollektive Biographik, an anderer sind Quelleneditionen, die Erschließung und Veröffentlichung historischer Dokumente zu speziellen Themen nach geschichtswissenschaftlichen Kriterien. Große Nähe besteht zu den Digital Humanities: Digitale Forschungsinfrastrukturen sollen aufgebaut sowie neue digitale Technologien und Auswertungsstrategien zur Erschließung des kulturellen Erbes entwickelt werden.

Der Forschungsbereich besteht zum einen aus institutionalisierten Langzeitprojekten, zum anderen aus Drittmittelprojekten.

Langzeitprojekte: Österreichisches Biographischexs Lexikon, Ministerratsprotokolle Habsburgermonarchie, Außenpolitische Dokumente Republik Österreich

Drittmittelprojekte: Ministerratsprotokolle Republik Österreich, Mapping historical networks: building the new Austrian Prosopographical | Biographical Information System (APIS), Perceptions of the Other in Travelogues 1500–1875 – A Computerized Analysis.