Kaiserin und Reich

Zeremoniell, Medien und Herrschaft 1550 bis 1740


Kaiserin und Reich – ein klingendes Begriffspaar, zugleich aber eine Terra incognita: Über die habsburgischen Kaiserinnen des Heiligen Römischen Reiches, die zugleich Königinnen von Ungarn und Böhmen waren, ist bislang nur wenig geforscht worden. Einzige Ausnahme ist bekanntlich Maria Theresia, die aber in erster Linie als „Landesmutter“ innerhalb der Habsburgermonarchie erinnert wird.

Das Forschungsprojekt, gefördert wird es vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich (Austrian Science Fund), stellt die Frauen in den Mittelpunkt, die vor Maria Theresia den Titel trugen, und fragt insbesondere nach der zeremoniellen und herrschaftlichen Position der Kaiserin. Die Krönungen stehen dabei im Mittelpunkt: Sechs Habsburgerinnen wurden im 17. und 18. Jahrhundert als Kaiserinnen gekrönt, fast alle der 15 kaiserlichen Gemahlinnen erlebten aber auch Krönungen in Böhmen und Ungarn.

Neben der Vorbereitung, dem zeremoniellen Ablauf und der symbolischen Bedeutung dieser Ereignisse gilt das Augenmerk deren medialem Echo. Dazu werden die Berichterstattung in der zeitgenössischen Presse, gedruckte Berichte und bildliche Darstellungen wie Münzen und Medaillen, Kupferstiche und Gemälde herangezogen.

Zu Ergebnissen der Arbeit siehe:

kaiserin.hypotheses.org

kaiserinnen.oeaw.ac.at