Das Haus Arenberg und die Habsburgermonarchie

Eine Trans-Territoriale Familie zwischen Fürstendienst und Eigenständigkeit, 17.-20. Jahrhundert


Dieses Forschungsprojekt setzt sich das Ziel, die wechselseitigen Verbindungen des ursprünglich hauptsächlich in den südlichen Niederlanden, dem Rheinland und in Frankreich begüterten Hauses Arenberg mit der Habsburgermonarchie auf unterschiedlichen Ebenen und im internationalen Kontext zu erforschen. Das Projekt erhebt den Anspruch, Kontinuitäten und Wandel eines europäischen Adelshauses in der longue durée der Neuzeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert zu untersuchen, wiewohl das 18. und 19. Jahrhundert dabei einen Schwerpunkt bilden. Im Zentrum steht zum einen die Präsenz an den habsburgischen Höfen, zum anderen der militärische Dienst der Herzöge von Arenberg für die österreichischen Habsburger und ihr finanzieller und administrativer Beitrag im Sinne der Fiscal-Military State-Forschung und die Weiterführung dieser Tradition in Form von Militärkarrieren im 19. Jahrhundert.

Im Zusammenhang mit dem konfliktträchtigen Verhältnis der Arenberger zu den Habsburgern stellt sich drittens die Frage nach Strategien des Machterhalts und der Machtabsicherung der Familie Arenberg in Randzonen einer zusammengesetzten Monarchie. Grundlage des Forschungsprojektes bilden die Erfassung und Auswertung bisher nicht berücksichtigter Quellenbestände zur Geschichte der Familie Arenberg, die in belgischen, österreichischen, tschechischen und italienischen Archiven liegen und die zu weiterführenden Erkenntnissen nicht nur in der Adelsforschung führen werden. Als erstes Ergebnis des Projekts ist ein Sammelband unter Beteiligung einer Reihe renommierter Wissenschaftler/innen unter dem Titel „Das Haus Arenberg und die Habsburgermonarchie: Eine Trans-Territoriale Familie zwischen Fürstendienst und Eigenständigkeit, 17.-20. Jahrhundert“, Hrsg. von William D. Godsey und Veronika Hyden-Hanscho (Regensburg, Schnell und Steiner) geplant.