Die Protokolle des cisleithanischen Ministerrates 1914–1918


Die Edition der österreichisch-cisleithanischen Ministerratsprotokolle umfasst das halbe Jahrhundert vom österreichisch-ungarischen Ausgleich im Jahr 1867 bis zum Ende der Monarchie im November 1918. Sie schließt die Lücke zwischen den bereits edierten Protokollen bis 1867 und ab 1918. Im vorliegenden Projekt wird der letzte Band bearbeitet, der die Jahre 1914 bis 1918 behandelt.
Die zentralen Themen waren kriegsbedingt Mobilisierung von Truppen, die Versorgung der durch den Krieg Mittellosen, kriegswichtige Investitionen, Geldbeschaffung und Versorgungsfragen des Hinterlandes. 1918 kam eine Verfassungsrevision zur Sprache. Nach dem Völkermanifest Karls vom 16. Oktober 1918 behandelte der Ministerrat dann letztlich den Übergang Österreich-Cisleithaniens in seine Nachfolgestaaten und beschloss am 11. November 1918 sowohl die Karl vorzulegende Verzichtserklärung auf dessen Anteil an den Staatsgeschäften, als auch seine eigene Selbstauflösung.
Leider gehören die österreichisch-cisleithanischen Ministerratsprotokolle zu den 1927 beim Brand des Justizpalastes stark in Mitleidenschaft gezogenen so genannten Brandakten. Es sind aber keineswegs alle Protokolle vernichtet worden. Die erhaltenen Protokolle sollen wie die bisherigen textkritisch und mit wissenschaftlichem Kommentar versehen herausgegeben werden.

Kontakt:

Dr. Stefan Malfèr
Dr. Wladimir Fischer-Nebmaier