Metternich und die Orientalische Frage

Das Thema der österreichischen Orientpolitik im Vormärz war bis vor kurzem ein ziemlich unbekanntes, sodass man den Eindruck gewinnen konnte, dass Österreich in den Jahren 1815‒1848 kaum Interesse am Osmanischen Reich hatte.

Wie das Buch "Metternich, the Great Powers and the Eastern Question (Pilsen 2013)" sowie der Vortrag "Metternich und die Orientalische Frage" zu beweisen versuchen, war die Habsburgermonarchie ganz im Gegenteil am Balkan und in der Levante zu der Zeit sehr aktiv. Ihr Staatskanzler, Fürst Metternich, beschäftigte sich mit verschiedenen politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten der Orientalischen Frage – nicht weniger als andere in diesem Gebiet aktive Großmächte (Frankreich, Russland und Großbritannien), aber in einer alternativen, weniger aggressiven und eigennützigen Weise.

 

doc. PhDr. Miroslav ŠEDIVÝ, Ph.D. ist Prodekan der Philosophischen Fakultät der Universität Pilsen.

Dieser Vortrag findet im Rahmen des 13. Forschungsforums des INZ statt.