Abschluss der Edition Ministerratsprotokolle 1848-1867

Soeben ist der 27. und letzte Dokumentenband der Edition erschienen. Mit dem Band „Abteilung III/7: Ministerium Buol-Schauenstein 1858/59“ ist die Edition abgeschlossen: ein Anlass zum Rückblick auf das Langzeitvorhaben mit einer Diskussion zum Thema Quelleneditionen.

Mit dem nun vorliegenden Band 7 der Ministerkonferenzprotokolle des Kabinetts Buol-Schauenstein ist nicht nur die 3. Abteilung, sondern die 1. Serie der Gesamtedition „Die Ministerratsprotokolle Österreichs und der österreichisch-ungarischen Monarchie 1848-1918“ abgeschlossen, nämlich „Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1867“. In den 45 Jahren seit Erscheinen des Einleitungsbandes 1970 und des ersten Textbandes ist die Edition auf 27 Textbände und rund 15.000 Seiten angewachsen. Es war eine ehrenvolle Aufgabe für das Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, diese große, allseits anerkannte Edition zum Abschluss zu bringen.

In den Zeitraum dieses Bandes fallen nicht nur die Eröffnung des ersten Teilstücks des Wiener Franz-Joseph-Quais als Beginn der „Ringstraßenepoche“ und die Geburt des Thronfolgers Erzherzog Rudolf, sondern auch der Ausbruch des Krieges von 1859, der den Anfang vom Ende des Neoabsolutismus bedeutete. Nach einer kurzen Vorstellung des Bandes wird die Gesamtedition von Helmut Rumpler, der sie von Anfang an mitgestaltet und begleitet hat, in den Blick genommen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema Quelleneditionen im Dienst der Wissenschaft und zur Erhaltung des kulturellen Erbes wird die Leistung dieser Edition und die noch bevorstehenden Aufgaben behandeln.