MANUSCRIPTA MEDIAEVALIA GOTTWICENSIA

Benediktiner und ihre Bücher


Projektbeginn: Herbst 2013
Projektleitung: Dr. Christine Glaßner
MitarbeiterInnen: Mag. Dr. Astrid Breith, Mag. Dr. Nikolaus Czifra (bis 31.08.2016)

FWF-Projekt: P25940

Nationaler Kooperationspartner: Benediktinerstift Göttweig / Handschriftensammlung

Allgemeines


Im Mittelpunkt des Projekts steht die Handschriftenüberlieferung des von Bischof Altmann von Passau 1083 als Augustiner-Chorherrenstift gegründeten und 1094 in eine Benediktinerabtei cluniazensischer Prägung umgewandelten Stiftes Göttweig. In einem neuen methodischen Ansatz greifen dabei Erschließung der Materialien, Digitalisierung ausgewählter Handschriften und wissenschaftliche Auswertung und Interpretation ineinander.

Die Untersuchung der noch in situ vorhandenen Handschriftenbestände wird ergänzt durch eine Recherche nach heute nicht mehr in Göttweig befindlichen Handschriften und führt so zu einer ansatzweisen Rekonstruktion der mittelalterlichen Bibliothek. Auf dieser Grundlage wird unter Einbeziehung vorhandener mittelalterlicher Bibliotheksverzeichnisse vornehmlich die mittelalterliche Bibliotheksgeschichte Göttweigs bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts mit evidenzbasierten Methoden erforscht und mittels institutionen-, ordens- und kulturhistorischen Fragestellungen analysiert und interpretiert. Textrezeption und Schreibtätigkeit werden dabei ebenso in den Blick genommen wie Handschriftenaustausch, Querverbindungen zwischen den Codices und Einbandfragmente als Überreste und Zeugen ehemals vorhandenen Schrifttums.

Die Ergebnisse der nötigen Vorarbeiten der Handschriftenerschließung werden unmittelbar in die an der Projekt-Forschungsinstitution angesiedelte Handschriftendatenbank manuscripta.at einfließen und so ebenso wie die Handschriftendigitalisate weiterführender Forschung zeitnah online zugänglich sein, während die Untersuchung und Interpretation der Bestände in einer monographischen Publikation veröffentlicht werden.