Identität, Kohäsion, Eingliederung:

das přemyslidische regnum als Teil des postkarolingischen Europa


Im Projekt werden zuerst die in tschechischen Ländern bis 1306 verfassten Nekrologien, die einen Teil der aktiv konstruierten historischen Memoria bilden, gemeinsam mit den wichtigsten Handschriften der Chronik von Kosmas analysiert. Der Text ist ziemlich stabil überliefert und wurde seit dem 12. Jh. als Referenztext benutzt. Ziel ist zu zeigen, in welchem Ausmaß diese Texte zur Herausbildung der sozialen Kohäsion der přemyslidischen Monarchie beitragen konnten.

In einem nächsten Schritt wird eine Gruppe der normativen, in Ostmitteleuropa benutzten Handschriften (bes. Heiligenkreuz 217) und Texte untersucht, die das Nachleben der karolingischen Kultur beweisen und als Indizien der Eingliederung dieses Raumes ins christliche Europa dienen können.