Die zentrale Fragestellung des Projektes DPP besteht in der Analyse der Darstellung von Raum in mittelalterlichen schriftlichen Quellen, der Interaktion zwischen geformter und natürlicher Lebenswelt, der Aneignung von Land und der damit in Verbindung stehenden Etablierung neuer politischer und wirtschaftlicher Machtstrukturen.

Dabei greift DPP auf fünf unterschiedliche Fallstudien (Regionen) in einem vergleichenden Ansatz zurück, welche da sind: die Ostalpen, die March / Morava–Thaya / Dyje Grenzregion, die Familienchronik der Herzheimer (613–1506), die historische Landschaft Makedonien und das historische Südarmenien. Mittels der Verflechtung historischer und archäologischer Daten sowie der Digital Humanities, d. h. der Geokommunikation und raumbezogener Visualisierungen, wird die Geographie der Mittelalters über heutige Grenzen hinweg fassbar gemacht. Dadurch wird DPP zu einem besseren Verständnis verschiedener Kulturen in einem globalen Kontext beitragen.

Das Projekt-Team am Institut für Mittelalterforschung umfasst Experten für Byzanz, das westliche Mittelalter, Archäologie, historische Geographie, Geographie, Kartographie und Geoinformatik und kooperiert im Rahmen des Projektes mit dem Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien (Arbeitsgruppe Kartographie und Geoinformation).