Visions of Community & politische Transformation (400-1200)


Die Projekte der Arbeitsgruppe nehmen mittelalterliche Gesellschaftsentwürfe – “visions of community” – und deren politische Realisierungsbemühungen in den Blick. Besonders die Kräfteverhältnisse zwischen christlichen Gesellschaftsmodellen, ethnischen Identifikationsentwürfen und imperialen Legitimationstraditionen prägten das mittelalterliche Europa zwischen 400 und 1200 nachhaltig. Diese in ständig sich wandelnden Kommunikationsprozessen entwickelten Identitätskonstruktionen haben dabei, wie die untersuchten Quellen dokumentieren, keineswegs stabile Gemeinschaften manifestiert, sondern viel mehr strategische Verhandlungsmomente, die einen Konsens über Legitimität von Macht und Kohärenz sozialer Integration zu etablieren versuchten.

Der in den Projekten angewandte komparatistische Ansatz erlaubt es, die erarbeiteten Ergebnisse über die Grenzen des lateinischsprachigen Mittelalters hinaus zu öffnen und mit parallelen Gesellschaftsmodellen zu vergleichen.