Sicherheitsverfilmung


Inschriften - die gleichsam als "für die Ewigkeit geschaffene" Botschaften in vermeintlich dauerhaftes Material geschrieben worden waren - sind heute, bedingt durch die agressiven Schadstoffeinwirkungen unserer Umwelt mehr denn je in ihrem Bestand bedroht. Es gilt also nicht nur, sie in Form einer arbeits- und zeitaufwendigen Inschriften-Edition festzuhalten, sondern möglichst rasch und möglichst flächendeckend auch im Bild zu dokumentieren.

Das österreichweit konzipierte, mit einer knappen Begleitdokumentation versehene Bildarchiv soll präzise und detailgetreue Arbeitsgrundlagen für gegenwärtige und vor allem zukünftige Fragen und Problemstellungen gewährleisten. Unmittelbaren Nutzen aus den Ergebnissen der Sicherheitsverfilmung zieht die Inschriften-Edition, für die damit wertvolle Vorarbeiten geleistet werden. Darüber hinaus bietet dieses laufend erweiterte Bildarchiv aber auch einen ersten Überblick über den gesamten Schatz der inschriftlichen Denkmäler Österreichs.

Um die langfristige Haltbarkeit dieses wertvollen Archivguts (derzeit ca. 13.500 Aufnahmen) zu gewährleisten, werden die Fotos nach wie vor analog auf der Basis von schwarzweiß-Großbildnegativen erstellt. Zu jeder Aufnahme gibt es neben einem Positiv und – seit 2006 – einem digitalen Scan zwei Negative, wobei jeweils eines davon als Sicherheitskopie örtlich getrennt in einem Stahlschrank im Archiv der ÖAW verwahrt wird.

Derzeit laufen drei an der Arbeitsstelle direkt verankerte Teilprojekte, und zwar in den Bundesländern Wien, Nieder- und Oberösterreich, wobei die Finanzierung zum überwiegenden Teil von den Kulturabteilungen des jeweiligen Landes getragen wird.