Dienstag, 14. November 2017, 9:53

Zur kulturellen Funktion von kleiner Differenz

Verwandtschaften, Freundschaften und Feindschaften in Zentraleuropa, hg. von András Balogh und Christoph Leitgeb. Wien: Praesens 2017.

Kulturwissenschaftliche Forschung löst die Vorstellung von homogenen Kulturen auf und ihre eindeutige Unterscheidung von anderen Kulturen über Differenzen. Die Texte im Buch führen das am Beispiel zentraleuropäischer Kulturbegegnungen vor. Gleichzeitig begründet Differenz nicht notwendig Konflikte, Ähnlichkeit nicht Versöhnung. Freud formuliert das psychoanalytisch als „Narzissmus der kleinen Differenz“. Hier wird seine These literaturhistorisch und historisch an „kleinen Literaturen“ und Sprachen in Zentraleuropa festgemacht sowie an Verwandtschaften und Freundschaften in der Region.

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