Übersetzte Erinnerung: Lesarten des Unheimlichen in österreichischer Literatur

Tate Modern. © Cornelia Hülmbauer

Ausgehend von Sigmund Freuds Essay über „Das Unheimliche“ (1919) bildet sich eine Tradition vor allem französisch- und englischsprachiger Interpretationen, die mit dem Konzept des „Unheimlichen“ psychoanalytische Theorie in poststrukturalistische Kultur- und Texttheorie übersetzen. Das Projekt stellt diese Translationsprozesse dar und entwickelt Konsequenzen für das Konzept des Unheimlichen.
Exemplarische Textanalysen zeigen dann, was es bedeutet, Erinnerung an eine allgemeine Geschichte in literarischen Texten als „unheimlich“ darzustellen bzw. zu lesen. Dabei führt das Unheimliche in diesen Texten selbst unterschiedlichste Schwierigkeiten von Übersetzungen vor: dazu gehören unter anderem solche vom Verdrängten in das Bewusste, vom Damals ins Heute, vom Dokumentarischen in die Fiktion.


Publikationen: Christoph Leitgeb