Ausgehend von drei Formen von Solidarität – nationale Solidarität, christliche Solidarität und sozialistische Solidarität – stellt das Projekt die Frage, welcher Form der Übersetzung es bedarf, um neue Formen sozialen Zusammenhalts zu entwickeln, die für zeitgenössische Demokratien nötig sind.

Der empirische Fokus liegt dabei auf transnationalen sozialen Bewegungen, die auf Solidarität aufbauen und diese zugleich produzieren, eine Art der Solidarität, die, wie im christlichen Verständnis, universell gedacht ist und, wie im sozialistischen Zugang, als gemeinsamer Kampf praktiziert wird. Übersetzungen in neue Formen der Solidarität erfordern die Zirkulation verorteten Wissens und unterschiedlicher Erfahrungen unter ständiger Reflexion von Kontextabhängigkeiten und Machtgefällen. Solidarität wird damit als kontinuierlicher Prozess der Übersetzung verstanden – vom Universellen ins Konkrete und umgekehrt, von Erfahrungen in politisches Handeln, von alten Abgrenzungen in die Produktion neuer Zusammenhänge gemeinsamen Begehrens.

Publikationen: Monika Mokre


Information

Projektleiterin:
Monika Mokre

Finanzierung:
ÖAW / transversal

Projektdauer:
01.09.2014-31.12.2020