Theater für die Republik?

Das Burgtheater und seine Rolle für kulturelle Identitätsentwürfe in der Ersten Republik

Ansichtskarte © privat

Mit der Ausrufung der Republik Österreich am 12. November 1918 änderte sich auch der Status der Hoftheater, die ins Budget der jungen Republik überführt wurden. Aus dem k. u. k. Hof-Burgtheater wurde somit schlicht das Burgtheater – seine Aufgabe lag nun nicht mehr in der Repräsentation des Herrscherhauses und der plurikulturellen Monarchie, sondern musste neu definiert werden. Untersucht wird, auf welcher Grundlage die Übernahme der Hoftheater erfolgte. Wie wurde sie argumentiert und umgesetzt? Wie verlief der Meinungsbildungsprozess? Orientierte sich die Politik in ihrer Entscheidung an den öffentlichen Diskursen?  Gab es Handlungsalternativen? Anhand der Akten des Staatsarchivs und der zeitgenössischen Feuilletonbeiträge sollen diese weitreichenden Beschlüsse untersucht und das Zusammenwirken staatlicher und nicht-staatlicher Gremien analysiert werden. Das Projekt befragt die Rolle, die dem Burgtheater von Verwaltung und Öffentlichkeit für die verschiedensten Identitätsentwürfe zugeschrieben wurde. Im Fokus steht dabei insbesondere die politische Umbruchzeit 1918/19, in der das Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft neu verhandelt wurde.

Mehr


Publikationen: Elisabeth Großegger, Michaela Kuklová, Katharina Wessely